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Zur Begrüßung steigt auch die Bürgermeisterin mit auf

Isernhagen Zur Begrüßung steigt auch die Bürgermeisterin mit auf

Starke Männer, röhrende Maschinen, Tattoos, Lederjacken und Whiskey, wohin das Auge blickte. Besucher bekamen am Wochenende auf dem Sportgelände des TSV Isernhagen bei der Jahresparty der Biker Union filmreife Szenen zu sehen.

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Christa Reschke steigt bei Ingolf Arnold mit auf.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen H.B.. So etwas hatte auch Ortsbürgermeisterin Christa Reschke in ihrer Bauerschaft noch nicht gesehen - nahm aber frei von Vorurteilen neben den Rockern auf der Bierbank Platz: „Das ist doch einfach nur schön, wenn es so eine Vielfalt in Isernhagen gibt“, lobte sie die Motorradfahrer, die aus ganz Deutschland für die Jahresparty der Biker Union nach H.B. gekommen waren. Zur kleinen Probefahrt musste Reschke zugegeben überredet werden, aber als Ingolf Arnold, Präsident des gastgebenden Chapters Rats Hannover, extra für die Ortsbürgermeisterin das „Sofa“ anrollen ließ, war alle Skepsis verflogen. Mit viel Freude drehte Reschke auf dem immerhin 70 000 Euro teuren Bike eine Begrüßungsrunde über den Sportplatz.

Die besorgten Bürger, die sich nach der Ankündigung des Biker-Festes bei der Polizei schlau gemacht hatten, ob das denn auch alles genehmigt sei, hätten wirklich vorbeikommen sollen: Von wegen kriminelle Rocker! Jeder, der den Fuß auf das TSV-Gelände setzte, wurde herzlich und höflich begrüßt - und das nicht nur mit Whiskey, sondern mit guter Musik, Leckerem vom Grill und fachkundigen Gesprächen über Motorräder.

Die geplante Ausfahrt am Sonnabend musste leider ausfallen - zwar sind die Biker wirklich nicht aus Zucker, „aber Sicherheit geht vor. Die Straßen waren einfach zu nass“, betonte Günther Stobinski von den MC Rats. Und so taten die Biker erneut das, womit man so gar nicht rechnete: Sie ließen sich in Erster Hilfe ausbilden.

Der Austausch und die Feier der Biker standen dennoch drei Tage lang obenan - Neulinge, die erstmals beim Treffen dabei waren, fanden sich ebenso unter den Lederkutten-Trägern wie auch echte Ur-Gesteine. Einer von denen war der 67-jährige Hartmut Meyer alias „Teger“, der Punkt 15 Uhr mit seiner Honda VT sowie Zelt auf dem Rücken beim TSV einrollte. „Eigentlich bin ich ein Lone Rider“, scherzte der Gifhorner. „Aber so eine Party ziehe ich dem Schützenfest bei mir daheim gern vor.“

von Carina Bahl

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