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Zu viel Verkehr in den Altdörfern?

Der Kandidaten-Check Zu viel Verkehr in den Altdörfern?

Am 11. September wird der neue Rat gewählt. Dazu hat die Redaktion allen Parteien und Wählergemeinschaften, die für dieses Gremium mit mehr als einem Kandidaten antreten, Fragen zu Themen gestellt, die die Bürger beschäftigen. Diesmal geht es um die Frage: Zu viel Verkehr in den Altdörfern?

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Vor allem der Lastwagen-Verkehr durch die Isernhagener Altdörfer ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge.

Quelle: Symbolbild: Pieper

Isernhagen. Helmut Lübeck (CDU): "Die Verkehrsbelastung ist die Folge der Lage Isernhagens im Schnittpunkt vieler Verkehrsachsen. Wir plädieren für ein verstärktes Einwirken auf die Verursacher des Lastwagenverkehrs, die Autobahnen rund um Isernhagen zu nutzen statt die Altdörfer zu queren. Identifizierte Gefahrenpunkte sind gezielt zu beseitigen. Tempo 30 ist für uns dagegen eine populistische Keule, die unrealistisch ist für die angedachten Straßen."

Gudrun Krone-Höpfner (SPD): "Der wachsenden Verkehrs- und Lärmbelastung in den Bauerschaften soll mit einem nächtlichen Tempo-30-Limit begegnet werden. Langfristig ist eine Ortsumgehung für die Altdörfer nötig, möglicherweise entlang der Bahnlinie. Änderungen der Flugrouten und zusätzlich in den Nachtstunden ein Flugverbot müssen die Maßnahmen begleiten. Da sind langfristig dicke Bretter zu bohren. Dafür fordern wir jetzt eine erste Weichenstellung."

Felix Schünemann (Grüne): "Ja, zurzeit werden sowohl Sicherheit als auch Wohn- und Aufenthaltsqualität beeinträchtigt. Eine mögliche Lösung wäre ein Mobilitätskonzept, das der Attraktivitätssteigerung von Alternativen vor Ort dient, beispielsweise durch den Ausbau des Radwegenetzes und die Erhöhung der Nahverkehrstaktung. Zudem sollten überkommunale Maßnahmen zur veränderten Verkehrslenkung, insbesondere des Lastwagen-Durchgangsverkehrs, geprüft werden."

Ulrich von Rautenkranz (FDP): "Die Verkehrsbelastung in den Altdörfern ist enorm hoch und wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Die schon vor vielen Jahren geforderte und geplante Umgehungsstraße ist aus Kosten- und Naturschutzgründen abgelehnt worden. Eine Temporeduzierung ändert nichts an der Menge der durchfahrenden Fahrzeuge, würde aber eine Lärmreduzierung zur Folge haben. Diese sollte partiell geprüft werden."

Hans H. Lauterwald (Bürgerstimme Isernhagen): "Vor allem im Berufsverkehr ist die Verkehrsbelastung sehr hoch. Dazu kommt der Umleitungsverkehr der A2 bei Verkehrsstörungen. Diese Ausweichstrecke muss für Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen gesperrt werden. Dazu sollte ernsthaft über ein generelles Tempolimit von 30 km/h nachgedacht werden, überwacht durch eine oder mehrere Kameras. Auch Straßeneinbauten sind denkbar (zum Vergleich: Burgdorf-Heeßel)."

Jürgen Klingler (AfD): "Fortschritt und Bewahrung der Identität. Veränderungen sollten die mündigen Bürger selbst entscheiden."

Von der Redaktion

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