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Friedenshain ist nun Baudenkmal

Isernhagen F.B. Friedenshain ist nun Baudenkmal

Das Landesamt für Denkmalpflege hat den Friedenshain in Isernhagen F.B. in das Verzeichnis der Baudenkmale aufgenommen.

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Die Denkmalschützer sprechen vom Friedenshain in Isernhagen F.B. als einem „wichtigen Dokument hannoverscher Zeitgeschichte“.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Isernhagen ist nicht arm an geschichtsträchtigen Gebäuden. Laut Unterer Denkmalschutzbehörde umfasst die Liste rund 250 Baudenkmale. Der nun aufgenommene Friedenshain zählt zu den größten, zugleich aber auch verstecktesten Objekten. Ganz im Westen F.B.s liegt die 16.000 Quadratmeter große historische Gartenanlage, die sich in Privatbesitz befindet.

Die Denkmalbehörde lobt den ab 1907 von Karl Kirchhoff als botanisch-faunistische Produktions- und Demonstrationsanlage errichteten Friedenshain als besondere Form von Grünanlage. Diese sei einerseits auf das bürgerliche Interesse des 19. und frühen 20. Jahrhunderts an Botanik und Zoologie zurückzuführen, andererseits aber auch auf eine Geschäftsidee, die der Tischlermeister und Kaufmann entwickelt hatte. Kirchhoffs Geschäft in Hannover gehörte zur ersten Adresse für Liebhaber von Aquarien und Terrarien, der Friedenshain wurde zu einer naturwissenschaftlichen Station: Kirchhoff legte auf dem Areal eine Zuchtstation für Fische, andere Tierarten und Wasserpflanzen an. „Das Objekt kann sowohl als typisches, aber aufgrund seiner Gestalt auch als einzigartiges Beispiel schöpferischer Ideenbildung der Zeit der Reformbewegung bezeichnet werden“, loben die Denkmalschützer und schätzen die Anlage als „wichtiges Dokument hannoverscher Geschichte“ ein.

Für Baudenkmale gilt gesetzlicher Schutz, jegliche geplante Veränderung muss vorab von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. Das ist genau der Grund, warum der heutige Eigentümer Michael Hapke, Urenkel Kirchhoffs, die Unterschutzstellung mitbetrieben hatte. „Ich sehe die Vorteile. Mein Interesse ist es, die Anlage für spätere Zeiten zu schützen“, sagt der 60-Jährige über sein „Lebenswerk“ - er ist im Friedenshain geboren. Das öffentliche Interesse an Isernhagens neuestem Baudenkmal wird allerdings auch künftig nicht befriedigt: Führungen seien nicht das Ziel, macht Hapke deutlich.

Von Frank Walter

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