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Für Kleinkinder ist Laés’ Bauernhof ein Paradies

Isernhagen K.B. Für Kleinkinder ist Laés’ Bauernhof ein Paradies

So muss in Kinderträumen das Paradies aussehen: ein riesiges Gelände mit Hühnern, Enten, Gänsen, Schafen und Pferden, außerdem eine große Spielwiese mit Sandkasten, Rutsche, Schaukel und einem kleinen Häuschen zum Verstecken. 

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Sabine Försterling spielt mit Sophia (von links), Carl, Eva, Hugo und Janne.

Quelle: Stephan Hartung

Isernhagen. Der Hof Laés liegt an der Dorfstraße in der Kircher Bauerschaft. Hier betreuen Sabine Försterling und Jolanda Krause, zwei qualifizierte und von der Gemeinde Isernhagen bezahlte Tagesmütter, acht Kinder im Alter bis zu drei Jahren - fünf bis mittags und drei ab nachmittags. Das zeitliche Angebot ist wiederum paradiesisch für Eltern: Die Tagespflege für Kinder beginnt um 7.30 Uhr und erstreckt sich bei Bedarf auch mal bis 20 Uhr. Nur in den Weihnachtsferien pausiert sie.

Besonderheit: In dem Haus, in dem sich Essen-, Schlaf- und Wickelraum befinden, wohnt Sabine Försterling mit ihrem Lebensgefährten und Hofinhaber Jan-Hermann Laés, teilt also ihr privates Umfeld mit den Kindern. „Wir sind aber so oft es geht draußen, auch im Winter oder bei Regen“ sagt Sabine Försterling, die die Kinder nur Bine nennen. Aufwachsen und Spielen in der Natur sei wichtig. „Nur so können die Kinder laufen lernen“, sagt die 55-Jährige, während ihr der kleine Hugo eine mit Sand gefüllte Backform überreicht. „Schmeckt der?“ Bine probiert. „Ach, deinem Kuchen fehlt noch etwas Zucker.“

Auf dem echten Essensplan steht heute Bratwurst mit Kartoffeln - vorgekocht von Försterling gegen 7 Uhr. Bevor es an den Tisch geht, erhalten alle Kinder von ihr eine frische Windel. Bis auf Hugo, der als fast Dreijähriger als einziges Kind auch nicht gefüttert werden muss.

Morgen kommt Hugo in den Kindergarten. „Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Kinder uns verlassen, denn sie sind Teil der Familie“, sagt Försterling. Fast 30 Kinder hat sie seit dem Start vor sechs Jahren betreut. Oft genug bleibt, zu ihrer Freude, der Kontakt bestehen. „Die Zwillinge Gina und Liz aus Lohne waren damals meine ersten Tageskinder.“ Am 5. September sieht sie die Geschwister wieder. Försterling ist nach Kirchhorst zur Einschulungsfeier eingeladen. „Die Schultüten habe ich schon gebastelt.“

Alles begann im Jahr 1621

Den Hof Laés gibt es an der Dorfstraße in K.B. seit 1621. Er geht zurück auf Hans Laés, Urahne von Jan-Hermann Laés, dem heutigen Inhaber. Die Gesamtfläche des Betriebs beträgt 155 Hektar, der landwirtschaftliche Hof inklusive Kindereinrichtung sowie Ställen und Auslaufflächen für Tiere ist drei Hektar groß. Die Schreibweise von Laés (sprich: Laas) ist übrigens ein kleines Rätsel. „Aus der Familienhistorie ist nichts überliefert. Vielleicht war es damals modern, den Apostroph zu setzen“, vermutet Jan-Hermann Laés, der zudem eine Pferdepension mit bis zu 36 Pferden betreibt.

Von Stephan Hartung

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