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Für Sportvereine und Schulsport wird es eng

Isernhagen Für Sportvereine und Schulsport wird es eng

Gemeindeverwaltung, Schulen und Vereine planen für die Zeit ohne die große Sporthalle am Helleweg – diese wird 2018 abgerissen und größer neu gebaut.

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Die Dreifeld-Halle am Schulzentrum wird 2018 abgerissen.

Quelle: Jarolim (Archiv)

Altwarmbüchen.  Für rund 24 Millionen Euro soll das Schulzentrum am Helleweg in Altwarmbüchen zum Campus Isernhagen erweitert werden, allein 5,4 Millionen Euro wird der Bau der neuen Vierfeld-Sporthalle kosten. Doch erst wird im nächsten Jahr die 37 Jahre alte sanierungsbedürftige Dreifeld-Halle abgerissen – und für die Schulen wie für die Sportvereine gilt es, die Zeit ohne Halle zu überbrücken.

Die Überlegung der SPD-Ratsfraktion war aller Ehren wert: Angesichts des Abrisses der Sporthalle am Helleweg würden sich die Engpässe bei den Hallennutzungszeiten ja weiter verschärfen. Deshalb solle die Gemeindeverwaltung doch bitte prüfen, in welchen anderen Sporthalle Trennwände eingebaut oder mobile Wände eingesetzt werden könnten. So könnten sich mehrere Gruppen eine Hallenzeit teilen, so die Überlegung der SPD.

Doch ganz so einfach umzusetzen ist der Vorschlag nicht, wie Horst Kagel vom Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsunterhaltung jetzt im Fachausschuss erläutern musste. Zwar verfüge die Gemeinde außer am Hellweg über sieben weitere Sporthallen. Die der Heinrich-Heller-Hauptschule und der Grundschule Altwarmbüchen sowie die neuere Halle der Grundschule N.B. verfügten jedoch bereits über Trennwände. Die alte Halle in N.B. sei für eine Teilung viel zu klein. Und in Kirchhorst, H.B. und Neuwarmbüchen seien die Lastreserven der Dächer bereits ausgereizt, so dass dort keine Trennwände mehr angehängt werden könnten. Zudem seien die Kosten für solche Trennwände mit je rund 25.000 Euro für die Beseitigung eines vorübergehenden Mangels sehr hoch. Einfachere Lösungen mit mobilen Trennwänden, die quasi nur als Sichtschutz dienten, würden jedoch nicht standhalten, wenn ein Sportler dagegen pralle, erinnerte Kagel an die Gemeindeunfallverhütungsvorschriften. „Das dürfen wir nicht“, sprang ihm sein Technikleiter Joost Götze bei.

Tatsächlich wird aber bereits seit Monaten an Lösungen für den Schul- und Vereinssport für die Zeit ohne die Halle am Helleweg gearbeitet. „Wir stellen den Schulsport sicher, das ist garantiert“, sagte die Erste Gemeinderätin Nicole Jürgensen im Fachausschuss. Bei gutem Wetter werde man vermehrt die Außensportanlage nutzen, so Jens Könecke, Leiter von Realschule und IGS. Und die Gemeinde arbeite daran, den Schulsport in anderen Hallen samt Transport zu organisieren. Er fühle sich vom Rathaus gut informiert - „ich bin einigermaßen unbesorgt“. Außerdem müsse man auch das Ziel sehen: „Im Ergebnis kriegen wir eine schöne neue große Halle“ – und dann müsse auch klar sein, dass man zwischenzeitlich eben keine habe.

Neu organisiert werden muss auch, wie die Sportvereine die Zeit ohne die Dreifeld-Halle am Schulzentrum überbrücken. Man plane und sei auf einem guten Weg, hieß es dazu am Freitag aus dem Schulamt – ohne Einschränkungen für die Vereine werde es aber nicht gehen. Bereits seit Juni sei man im Gespräch, präzisierte Günther Wieneke, Vorsitzender des Sportrings Isernhagen und des TuS Altwarmbüchen. Bei einer Sportring-Sitzung am Montag, 20. November, werde man besprechen, wie die Hallenzeiten anders zu verteilen seien.

Für die Punktspiele des Altwarmbüchener Badminton-Clubs und der Erste-Herren- und Erste Damen-Handballteams des TuS Altwarmbüchen sind die anderen Schulsporthallen jedoch zu klein. Die Badmintonspieler könnten für ihre Spiele vermutlich in den Sportpark nach Isernhagen N.B. ausweichen. Für die Handballteams habe er in den Nachbarkommunen nach freien Kapazitäten gefragt, so Wieneke. Während aus Burgwedel, Langenhagen und Hannover Absagen gekommen seien, sehe es in Burgdorf besser aus: Die TSV Burgdorf wolle helfen und könne den Handballern aus Altwarmbüchen für die Punktspiele hoffentlich Unterschlupf gewähren, ist Wieneke zuversichtlich.

Allerdings muss noch die finanzielle Frage mit dem Rathaus geklärt werden: Während die Isernhagener Sportvereine die Hallen in der Gemeinde kostenlos nutzen können, werde für die Halle in Burgdorf und den privaten Sportpark in N.B. wohl Miete fällig werden, so Wieneke. „Da könnte während der Bauzeit richtig was zusammenkommen.“

Von Frank Walter

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