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Wer soll nachmittags betreuen?

Isernhagen Wer soll nachmittags betreuen?

Wohin führt der Weg bei der Nachmittagsbetreuung der Isernhagener Grundschulkinder? Möglicherweise weg von den Horten und hin zur Ganztagsgrundschule.

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Hort oder Ganztagsschule? Ein Runder Tisch soll nach dem "Isernhagener Weg" suchen.

Quelle: Symbolbild: Kutter

Isernhagen. Amtsleiterin Silvia Voltmer sprach am Mittwochabend von "Rekordanmeldungen bei den Horten“ – und hatte die Zahlen für das nächste Schuljahr parat: Von den 283 Grundschüler in Altwarmbüchen beispielsweise waren 111 Anmeldungen für einen Hortplatz eingegangen – das entspricht einer Anmeldequote von 39 Prozent. Tatsächlich vorhanden sind aber 80 Hortplätze, so dass nicht alle Eltern zum Zuge kommen. Allen Familien hat die Gemeinde allerdings ein Ersatzangebot unterbreitet, denn wo die Plätze nicht reichen, springen in Isernhagen Elterninitiativen und die Volkshochschule ein – die aber keine Ferienbetreuung anbieten.

Allerorts übersteigt die Nachfrage nach "echten“ Hortplätzen das Angebot, in H.B. sollte auf Wunsch der Eltern sogar fast jeder zweite der dann 117 Grundschüler nach dem Sommer in den Hort – die Anmeldequote von 48 Prozent markiert den Spitzenwert.

"Der Rechtsanspruch für den Krippenplatz geht durch, mit der Schule kommt dann der Cut“, fasste Voltmer die Situation zusammen – in der Kita werden die Kinder bis zum Nachmittag betreut, in der Grundschule sind sie dann ohne Hortplatz mittags zu Hause.

Doch die vom Land vorgegebenen rechtlichen Hürden für neue Horte liegen hoch, und so könnte auch die Ganztagsschule eine Alternative sein. Für ihren Antrag, einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, an dem Vertreter der Schulen, aus Politik und Verwaltung gemeinsam nach dem "Isernhagener Weg“ suchen, fanden die Grünen am Mittwochabend aber keine Mehrheit – war man sich darüber doch schon bei der Ratsklausur im April einig geworden. Oliver Mengershausen (CDU) sprach von einem falschen Zeitpunkt kurz vor Ende des Schuljahres und mit der Kommunalwahl im Blick – das Personal für den Runden Tisch könnte wechseln.

Entscheidender aber, und das machte der Erste Gemeinderat Frank Niemeier deutlich, ist etwas anderes: Im Moment gebe es keine Grundschule, die Ganztagsschule werden wolle. "Sie wehren sich dagegen“ – weil das Land nicht genügend Lehrerstunden bewillige. "Und bauen müssten wir überall.“ Ein Runder Tisch mache erst Sinn, wenn man konkret sagen könne, wo ein Pilotprojekt starten würde. Und diese Zeit zur Informationsbeschaffung soll die Verwaltung nach Willen des Ausschusses auch erhalten.

Von Frank Walter

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