Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Gedenken an Boxer Trollmann: Neues Projekt

Isernhagen Gedenken an Boxer Trollmann: Neues Projekt

Der Verein Rukeli Trollmann aus Isernhagen N.B., der sich im Gedenken an den gleichnamigen Boxer gegen Rassismus wendet, bekommt bei seinen Bemühungen Unterstützung aus Celle.

Voriger Artikel
19-Jähriger zu 48 Stunden Arrest verurteilt
Nächster Artikel
Isernhagener wollen die IGS

Der Boxer wurde auf Betreiben der Nationalsozialisten verhaftet und zwei Jahre später im Konzentrationslager Wittenberge von einem Aufseher erschlagen.

Quelle: Unbekannt

Isernhagen. Beim Kampf um den deutschen Meistertitel im Halbschwergewicht 1933 hatte die Jury Johann Trollmann den verdienten Sieg im Boxring verweigert. 1942 wurde der Sinto auf Betreiben der Nationalsozialisten verhaftet und zwei Jahre später im Konzentrationslager Wittenberge von einem Aufseher erschlagen.

Diese Geschichte erzählt ein Theaterstück nach, das Anfang des Jahres im Theater in der Josefstadt, dem ältesten bestehenden Theater Wiens, Uraufführung feierte. Mittlerweile läuft „Der Boxer“ von Dramaturg Felix Mitterer in deutscher Erstaufführung am Schlosstheater Celle. In ihrer Premierenkritik titelt die örtliche Tageszeitung „‚Der Boxer‘ löst Beifallsstürme aus“, lobte souverän agierende Schauspieler und die geschickte Inszenierung von Charlotte Koppenhöfer. Bis zum 1. November sind noch etliche Aufführungen geplant.

Parallel dazu haben Rukeli Trollmann e.V., das Schlosstheater Celle und die Boxsparte des Celler Sportvereins VfK ein sportlich-theatrales Anti-Rassismus-Training entwickelt. Unter der Überschrift „Knock-Out Rassismus“ wollen sie Jugendliche auch über die Landkreisgrenzen hinweg an weiterführenden Schulen für die Gefahren durch Rassismus und Diskriminierung sensibilisieren. Gleichzeitig will das Projekt den Boxsport positiv darstellen und überhaupt die gesellschaftliche Bedeutung von Sport hervorheben. Bei dem einen Modul kommen Vertreter des Isernhagener Vereins zu Lesungen in die Schulen, das andere Modul umfasst außerdem eine Box-Vorführung samt Anti-Rassismus-Workshop. Der Unkostenbeitrag pro Schüler beträgt dank der Förderung des Kultusministeriums nur einen Euro. Geeignet ist das Angebot für Schüler der fünften bis neunten Klassen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Frank Winternheimer

doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg