Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
„Geistige Kost“ fürs vollkommene Dasein

Isernhagen „Geistige Kost“ fürs vollkommene Dasein

Am 15. Oktober 1967 hat alles begonnen: Vor fünf Jahrzehnten beschloss der Rat der damaligen Samtgemeinde Kirchwarmbüchen (Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen und Kirchhorst) mit damals rund 3000 Einwohnern, die Volkshochschule zu gründen.

Voriger Artikel
Die Fähigkeit zur Spontanität
Nächster Artikel
Die Kultur der Anderen in einer Kiste

Elke Faihinger zeigt die Einladung zur Gründung der VHS-Kirchwarmbüchen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Damals formulierte Samtgemeindebürgermeister Otto Bahr in seiner Eröffnungsrede: Das Ziel der Bildungseinrichtung sei, "dem Bedürfnis der Erwachsenen nach Fort- und Weiterbildung in allen möglichen Formen zu genügen, von der berufsbezogenen Wissensvermittlung bis hin zur Erlangung von handwerklichen Fähigkeiten im Hobby- und Freizeitsektor". Im ersten Wintersemester wurden zwölf Kurse sowie fünf Vorträge angeboten: allgemeines Rechnen, Englisch, Französisch, jeweils für Anfänger, aber auch Erste Hilfe, Umweltgestaltung und Theater, Musik sowie Malerei gehörten zu den Angeboten – mit insgesamt 216 Teilnehmern. Im Vergleich: Heute, ein halbes Jahrhundert später, bietet die VHS in Isernhagen 323 Kurse und Veranstaltungen an – nun mit 3332 Teilnehmern.

Die ersten Volkshochschulen wurden bereits 1919 in Niedersachsen gegründet – damals mit dem Leitgedanken, "dass es nicht nur materielle Tätigkeiten und Genüsse sind, die das Leben ausmachen, sondern dass in gleicher Weise geistige Kost zu einem wirklichen, vollkommenen Dasein gehört". Laut Elke Vaihinger, Leiterin der VHS Ostkreis Hannover, hat dieser Leitgedanke seine Aktualität bis heute nicht verloren. Die VHS richte ihre Arbeit mehr denn je daran aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Erwachsenenbildung einen raschen Aufschwung. Seit den Fünfzigerjahren bestand die Aufgabe auch darin, Vergangenheitsbewältigung und Demokratieentwicklung zu betreiben.

Einen neuen Namen gab es bereits vier Jahre nach der Gründung: VHS Warmbüchen hieß die Einrichtung, der nun auch die Altdörfer angehörten. Nach der Gebietsreform 1974 änderte sich erneut der Name – in Volkshochschule Isernhagen. "Erst dann wechselte die bis dahin ehrenamtliche zu einer hauptberuflichen Leitung", erklärt Vaihinger. Bis Ende 2004 war die VHS Isernhagen, die sie selbst zwölf Jahre lang leitete, eine selbstständige Einrichtung. 2005 trat die Gemeinde Isernhagen der VHS Ostkreis Hannover bei – als fünfte Kommune neben Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze. Gesundheit zu erhalten, sich persönlich und beruflich weiterzubilden, kreativ zu sein – das sind zentrale Angebote, die die Isernhagener nachfragen. Wie vor 50 Jahren gehe es um lebenslanges Lernen, sagt Vaihinger – und das sei heute sogar noch wichtiger als im Jahr 1967.

Zunächst ist die Volkshochschule von 1967 bis 1987 in Isernhagens Schulen und im Rathaus in Altwarmbüchen untergebracht gewesen. Nach 1988, mit der Einführung des hauptamtlichen Personals, bezog sie ein eigenes Domizil an der Opelstraße. Die Räume blieben bis 1993 Sitz der Bildungseinrichtung. Anschließend zog die VHS in das Gebäude der ehemaligen Gemeindeverwaltung in der Hannoverschen Straße 23 um, wo sie noch heute ihre Dependance hat. Seitdem befinden sich dort die Geschäftsstelle und Unterrichtsräume unter einem Dach. Daneben bietet die VHS in allen Isernhagener Ortsteilen Kurse und Veranstaltungen an – und ist auch stolz auf diese Verbrauchernähe. Die Volkshochschule werde auch weiterhin optimale Rahmenbedingungen schaffen, verspricht Elke Vaihinger, Leiterin VHS Ostkreis Hannover – "damit Teilnehmer erfolgreich lernen und die VHS auch in Zukunft als Ort der Kommunikation genutzt wird“.

doc6x1gbe86eyrp130lgat

Fotostrecke Isernhagen: „Geistige Kost“ fürs vollkommene Dasein

Zur Bildergalerie

Von Katerina jarolim-vormeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xhh7nkxl6xn9osz7qn
Hunderte feiern Peter Maffay im A2-Center

Fotostrecke Isernhagen: Hunderte feiern Peter Maffay im A2-Center