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Keine Hoffnung mehr auf Tempo 30

Isernhagen Keine Hoffnung mehr auf Tempo 30

Für Anlieger der vielbefahrenen L 381 in H.B. und N.B. war es ein Hoffnungsschimmer – doch der dürfte sich jetzt schon wieder erledigt haben: Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt „Tempo 30 in Niedersachsen“, für das sich die Gemeinde mit der L 381 um eine Teilnahme bewerben wollte, steht schon wieder vor dem Aus.

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Vorn rollt der Verkehr, hinten entsteht die neue Kita im Haselhöfer Vorfeld – doch für Tempo 30 auf der L381 reicht die bloße Nähe nicht.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B.. Das Modellprojekt sei gestoppt und „wahrscheinlich gestorben“, berichtete Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen am Donnerstagabend im Ortsrat H.B. Laut der Signale aus dem Landtag sei das Programm „total unausgegoren“ gewesen, fügte Ortsbürgermeister Simon Müller (CDU) hinzu. Auch die im Bau befindliche kleine Kindertagesstätte im Haselhöfer Vorfeld wird wohl kaum als Begründung herhalten können, zumindest auf dem nahen Abschnitt der Burgwedeler Straße Tempo 30 anordnen zu können. Zwar lässt die jüngste Änderung der Straßenverkehrsordnung zu, dass Tempo 30 auch an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen angeordnet werden, sofern dort Kitas, Schulen, Pflegeheime oder Krankenhäuser liegen. Doch nach Einschätzung der Gemeinde dürfte diese Regelung weder für H.B. noch für die Kita in K.B. zum Tragen kommen, wo der dortige Ortsrat ebenfalls auf einen Tempo-30-Abschnitt gehofft hatte: In beiden Fällen sehe es schlecht aus, weil die entsprechenden Einrichtungen laut Land „direkt an der Straße“ stehen müssen, was in beiden Altdörfern nicht der Fall ist.

Abzuwarten bleibt, was ein Gespräch des H.B.er Ortsbürgermeisters beim Rossmann-Logistik-Chef in der nächsten Woche ergeben wird. Auch Lastwagen des Drogerie-Riesen nehmen immer wieder den Weg über die L 381, obwohl die A 7-Auffahrt direkt neben der Firmenzentrale liegt. Über die Ergebnisse will Simon Müller am 
2. Juni berichten, wenn die Bürgerinitiative für eine Verkehrsberuhigung der L 381 Landtagsabgeordnete mehrerer Parteien zu Gast haben wird, um sie für die Verkehrsprobleme zu sensibilisieren. 

Die Verwaltung soll prüfen, welche Firmen die Lastwagen zum Ziel haben, deren Fahrer immer wieder im Gewerbegebiet in H.B. am Straßenrand nächtigen. Ziel müsse es sein, dass die Lastwagen künftig möglichst auf den Betriebsgrundstücken abgestellt würden und dort dann auch für Müllentsorgung und Toiletten gesorgt sei, so der Tenor im Ortsrat. Wenn das klappe, dann brauche es wohl auch kein Parkverbot für Lastwagen an der Bahnhofstraße in Höhe des Bahndamms. Zudem soll geprüft werden, ob das Durchfahrtverbot für Lastwagen auf der Bahnhofstraße ausgedehnt werden kann. Bislang gilt es nur für den hinteren Teil Richtung Gewerbegebiet.

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