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Wietzeaue: Kita ja – Baugründstücke nein

Isernhagen Wietzeaue: Kita ja – Baugründstücke nein

Hunderte Interessenten für Wohngrundstücke in Isernhagen müssen gleich vorweg enttäuscht werden: Auch wenn die Gemeinde aktuell den Bebauungsplan für den zweiten Teil des Baugebietes Wietzeaue in Altwarmbüchen aufstellen lässt, wird es in den nächsten Jahren doch keinen Verkauf der begehrten Flächen geben.

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Direkt hinter dem Familienzentrum St. Margarete (links) soll möglichst schnell eine weitere Kita gebaut werden. Das Gebäude wird dann auf lange Zeit das einzige im zweiten Teil des Baugebietes „Wietzeaue“ bleiben.

Quelle: Carina Bahl

Altwarmbüchen. Der Grund, warum sich als erstes Gremium der Ortsrat Altwarmbüchen am Donnerstagabend mit dem Plan beschäftigte, ist ein ganz anderer: Es braucht den formellen Aufstellungsbeschlusses, um von der Region eine Baugenehmigung für eine zweite Kindertagesstätte in der Wietzeaue zu bekommen. „Wir können die Grundstücke jetzt nicht vermarkten“, betonte Claudia Halfen von der Gemeindeverwaltung. „Unsere soziale Infrastruktur ist schon am Limit, mit einem weiteren Baugebiet würden die Probleme nur größer werden.“ Zu Beginn des Jahres fehlten mit Blick auf das gesamte Gemeindegebiet rund drei Kindergartengruppen.

Deshalb hatte die Gemeinde unter Hochdruck nach Flächen gesucht, die ohne langjähriges Bauleitverfahren bebaut werden könnten. Das Ergebnis: der zweite Teil der Wietzeaue. Direkt neben dem Familienzentrum St. Margarete soll nun möglichst schnell eine weitere Kita für und 1 Million Euro gebaut werden – als erstes und wohl auf Jahre auch einziges Gebäude auf der großen Fläche nördlich des inzwischen komplett besiedelten Baugebietes Wietzeaue I.

n Der Unmut der Bauwilligen darüber wurde im Ortsrat schon einmal deutlich: „Die Leute warten doch darauf und haben damit geplant, dass es 2017 eigentlich losgehen sollte“, kritisierte ein Bürger in der Einwohnerfragestunde. Ärgerlich sei, dass die Interessenten nicht informiert wurden, dass mit weiteren Grundstücken in der Wietzeaue vorerst nicht zu rechnen sei. „Wir schreiben die Leute natürlich nur an, wenn wir etwas anzubieten haben“, erklärte Halfen. Aber vielleicht sei eine Information über die Homepage denkbar.

Auch wenn auf Grund der fehlenden Betreuungsplätze für Kinder der Zuzug weiterer Familien vorerst ausgebremst werden soll, ist das Baugebiet nicht vom Tisch: 9,6 Hektar nördlich der Stadtbahn-Endhaltestelle sollen frühestens ab 2020 mit Wohnhäusern bebaut werden. Den städtebaulichen Rahmenplan dafür gibt es bereits seit 2011 – damals hatte sich das Büro Post + Welters in einem Architektenwettbewerb durchgesetzt. „Wir werden den Plan aber noch ein wenig anpassen“, hieß es von der Verwaltung am Donnerstagabend. So habe man im ersten Bauabschnitt dazugelernt und wolle im zweiten Teil die Straßen breiter ausrichten. Den ersten und zweiten Bauabschnitt wird eine „Grüngürtel“ trennen – die Erschließung der neuen Kita erfolge über die Straße „Wietzeaue“, fußläufig vom Wendeplatz aus.

„Wir müssen den sozialen Wohnungsbau bedenken“, mahnte Heiko Weichert (Bürgerstimme) die weitere Planung des Gebietes an – der Ortsrat stimmte ihm zu.

Farbkonzept für AWO-Krippe: Selbst die Grünen sind für Grau

Innovativ oder skurril? Der Ortsrat hat am Donnerstagabend das Farbkonzept für die Fassade des Awo-Krippenanbaus am Helleweg beschlossen. Kunterbunt wie in der Wietzeaue? „Mein Favorit ist Grau“, betonte Architekt Malte Coburg zur Überraschung der Politiker. „Aber keine Angst: ein sympathisches Grau.“ Der Anbau solle sich optisch an den Bestand „anschmiegen“, das Gelb der dortigen Fenster werde mit kleinen gelben Putzflächen am Anbau aufgenommen. „Grau ist pflegeleicht und nicht zu dominant.“ Die Fassade zum Waldstück hin werde aus Lerchenholz gestaltet und wie passend: mit einer Lasur behandelt, die „zu einer einheitlichen Vergrauung führt“, so Coburg. Variante B – Grün wie an der Krippe am Möwenkamp zu sehen – würde nach Meinung der Planer den Anbau zu sehr abgrenzen. Auch wenn Grau im Allgemeinen wohl nicht als kinderfreundlichste Farbe gilt, sprach sich der Ortsrat dafür aus. „Obwohl wir rein politisch eigentlich für Grün sein sollten“, scherzte Jessica Rothhardt von den Grünen.

Von Carina Bahl

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