Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Pferderettung: Einsatz kostet 12 000 Euro

Isernhagen Pferderettung: Einsatz kostet 12 000 Euro

Das war ein teurer Ausritt: Die Reiterinnen, die im März einen Großeinsatz der Feuerwehr verursacht haben, weil sie mit ihren Pferden im Altwarmbüchener Moor stecken geblieben waren, mussten jetzt fast 10.000 Euro für den Einsatz an die Gemeinde Isernhagen zahlen.

Voriger Artikel
Sozial-Kaufhaus erweitert sich
Nächster Artikel
Ausschuss schiebt Pilotprojekt an

Fast 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks waren Ende März im Einsatz, um die Reiterinnen und ihre Pferde aus dem Altwarmbüchener Moor zu retten.

Quelle: Archiv

Altwarmbüchen. Knapp 100 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes waren Ende März acht Stunden im Einsatz gewesen, um die zwei Reiterinnen und ihre Pferde aus dem Altwarmbüchener Moor zu ziehen. Die Frauen hatten sich offenbar völlig auf eine Handy-App verlassen, die sie prompt ins Moor leitete, wo sie steckenblieben. Es brauchte eine Handy-Ortung, um sie dort überhaupt zu finden, und anschließend viele große Siebdruckplatten und Muskelkraft, um einen trittfesten Rettungsweg für die Tiere im Moor bauen zu können.

In Isernhagen musste die Feuerwehr und der THW zu einem Großeinsatz ausrücken, weil mehrere Pferde bis zum Bauch im Morast steckengeblieben waren. 

Zur Bildergalerie

„Hat die Gemeinde das eigentlich je abgerechnet?“, fragte Ulrich von Rautenkranz (FDP) im vergangenen Feuerschutzausschuss. „Ja, das hat sie“, erwiderte Ordnungsamtleiter Michael Niederhausen. Insgesamt waren Kosten in Höhe von 12.000 Euro entstanden, die die Gemeinde Isernhagen den Reiterinnen, die sich fahrlässig auf die Technik verlassen hatten, jetzt in Rechnung stellen konnte.

Eigentlich hätten die Reiterinnen nicht nur die 12.000 Euro zahlen müssen, sondern auch Anrecht auf die riesigen Siebdruckplatten gehabt, die die Feuerwehr beim Einsatz kurzerhand aus einem Baumarkt besorgen musste. „Die Feuerwehr hatte allerdings Gebrauch dafür und wollte sie behalten“, teilte Gemeindesprecherin Svenja Theunert jetzt mit. Diese Materialkosten habe man daher von der Rechnung abgezogen, sodass „nur noch“ 9700 Euro zu zahlen waren.

„Das Angebot für eine Ratenzahlung wurde nicht angenommen. Der Betrag ist beglichen“, betonte Niederhausen im Ausschuss. Ob die Reiterinnen sich die Kosten von einer Versicherung zurückholen oder zivilrechtlich gegen den App-Hersteller vorgehen können, ist nicht bekannt.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg