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Hochzeitssaal für 900 Gäste geplant

Isernhagen Hochzeitssaal für 900 Gäste geplant

Wer eine Hochzeit mit 900 Gästen plant, der muss schon etwas länger suchen, um den passenden Festsaal zu finden. Wenn es nach dem Wunsch eines Investors geht, dann könnte sich so eine Mehrzweckhalle bald an der Stahlstraße in Isernhagen H.B. befinden. Ein Antrag auf Bauvorbescheid ist jetzt bei der Gemeinde eingegangen.

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Auf dem Grundstück an der Stahlstraße in Isernhagen HB liegen Schienen der Deutschen Bahn. Das ist nur ein Grund, warum die Gemeinde das Bauvorhaben kritisch sieht.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen H.B.. Bereits Ende 2012 hatte ein Bauherr der Gemeinde Pläne für ein ähnliches Vorhaben vorgestellt – dieser wurde positiv beschieden, aber nur mit zahlreichen Auflagen. Aus dem Projekt wurde nichts. Der neue Antrag ist laut Verwaltung aber von jemand anderem gestellt worden.

Der neue Plan sieht eine Halle vor, die als Versammlungsstätte genutzt werden soll. In den Unterlagen wurden schon einmal beispielhaft Tische, Stühle, Tanzfläche und Bühne ins Erdgeschoss eingezeichnet – 700 bis 900 Gäste könnten so laut Planung in der Halle feiern. Das auf dem lang gestreckten Grundstück entlang der Bahnlinie in H.B. noch vorhandene Gebäude würde der Investor nicht abreißen, sondern als Büro und Lager nutzen. Zudem sieht er 90 Parkplätze für die Besucher vor.

Der Bauausschuss stimmte jetzt auf Empfehlung der Gemeinde geschlossen gegen das Vorhaben. Vorerst. Zwar liegt das Grundstück in einem Gewerbegebiet, in dem Versammlungsstätten zulässig sind, allerdings tun sich bei näherer Betrachtung andere Probleme auf. Einerseits grenzt das Grundstück unmittelbar an die Flächen und Gleise der Deutschen Bahn, die daher für ein Bauvorhaben erst einmal grünes Licht geben müsste. Andererseits liegen auf dem Grundstück auch noch Schienen, die ans Netz der Bahn angeschlossen sind – momentan aber nicht genutzt werden. Diese Gleise sind bisher nicht entwidmet und könnten daher theoretisch jederzeit reaktiviert werden. Laut Gemeinde könnte der Schienenanschluss das Grundstück auch für andere gewerbliche Nutzungen sehr attraktiv machen. Diese Option ginge bei einer Bebauung aber verloren.

Einen weiteren Knackpunkt sieht die Verwaltung in der verkehrlichen Erschließung des Festsaals: Einerseits ist in den Planunterlagen nicht deutlich dargestellt, wie diese erfolgen soll. Andererseits seien bei 900 Gästen 90 Parkplätze viel zu wenig. Bei derartigen Großveranstaltungen müssten auch die Rettungswege sichergestellt sein. Vorerst stimmten die Politiker daher auf Grund der ungeklärten Rahmenbedingungen noch dagegen – Nachbesserungen im Konzept und ein dritter Versuch sind aber nicht ausgeschlossen.

Von Carina Bahl

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