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Vor den Flüchtlingen gucken sich Bürger um

Altwarmbüchen/Isernhagen F.B. Vor den Flüchtlingen gucken sich Bürger um

Wenige Tage, bevor die ersten Bewohner dort einziehen, haben Interessierte am Dienstagnachmittag die Möglichkeit gehabt, die neuen Flüchtlingsunterkünfte in Altwarmbüchen und F.B. zu besichtigen. Wirklich vergleichbar sind die beiden Einrichtungen aber nicht.

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Mehrere Dutzend Besucher interessieren sich für die Unterkunft an der Seestraße.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen/Isernhagen F.B.. Hereinspaziert: Pünktlich um 16 Uhr öffnete sich das Tor zur Flüchtlingsunterkunft an der Seestraße. Unter den Augen des Security-Mitarbeiters, der künftig die Sicherheit garantieren soll, schauten sich Dutzende Bürger in der kleinen Siedlung um, die auf der Bodenplatte des ehemaligen Soccer-Parks entstanden ist.

Heute sollen dort die ersten vier bis fünf Familien einziehen, die bislang in einer umgebauten Lagerhalle an der Borsigstraße untergebracht waren – wie dort betreut vom DRK, das sich mit einer Erzieherin auch um die Kinder kümmern wird. "Wesentlich schöner“ als an der Borsigstraße sei die Anlage an der Seestraße, meinte Einrichtungsleiter Christian Schmitz. Bis Oktober sollen etwa zwei Drittel der 90 Plätze belegt sein.

Jeweils vier Personen werden sich eine Wohnung mit rund 40 Quadratmetern teilen, die außer zwei Schlafzimmern mit Betten und Spinden einen Aufenthaltsraum mit Esstisch, Kühlschrank und zwei Kochplatten sowie ein Bad bietet. Möbel sind bereits vorhanden. Die weitere Ausstattung übernimmt das DRK Isernhagen, die Telekom arbeitet am WLAN. Die Haltbarkeit solcher Holzmodulbauten bezifferte Bürgermeister Arpad Bogya auf 10 bis 15 Jahre.

"Zwar eng und recht spartanisch, aber wenigstens menschenwürdig“, kommentierte Besucherin Saskia Solter die Holzbauten. Einzelne Einheiten seien allemal besser als die Verhältnisse in den Neunzigerjahren, als man in Langenhagen Flüchtlinge in Turnhallen habe unterbringen müssen.

Auf eine deutlich längere Lebensdauer angelegt ist der zweigeschossige Massivbau, der in den vergangenen Monaten an der Straße Im Kolk in Isernhagen F.B. entstanden ist. Dort übernimmt die Gemeinde mit ihren eigenen Sozialarbeitern die Betreuung der bis zu 30 Personen, die ab nächster Woche die fünf Wohnungen beziehen werden. Die Familien dürfen sich auf einen deutlich höheren Wohnstandard freuen als an der Seestraße: "Dieselbe Küchenqualität haben wir auch im Baubetriebshof und bei der Feuerwehr Altwarmbüchen eingebaut“, erläuterte Marc Wieneke von der Baufirma Fechtelkord & Eggersmann.

Das Helfernetzwerk Isernhagen wird sich in beiden Einrichtungen einbringen, wie dessen Sprecherin Beate Roßbach versicherte. "Dafür suchen wir noch Familienbetreuer – und außerdem Sprachlehrer und Fahrräder“, warb sie am Dienstagnachmittag um Unterstützung.

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Von Frank Walter

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