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Altes liegt in neuen Räumen

Isernhagen Altes liegt in neuen Räumen

Mit dem Umzug in die Räume der ehemaligen Bücherei am Helleweg ist das Gemeindearchiv zwar aus dem Ortszentrum verschwunden, aber dichter an die Hauptnutzer aus dem Schulzentrum gerückt.

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Christian Heppner im Magazin des neuen Gemeindearchivs am Helleweg in Altwarmbüchen.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Das älteste Dokument lagert gut geschützt in säurefreiem Papier: Am 29. September 1693 zeigten der Bissendorfer Christoph Bartens und die Stellerin Anna Lindemann ihre Ehestiftung in Kirchhorst an. In sauberer Handschrift wurden die Regelungen zum Vermögen festgehalten. Wenn Gemeindearchivar Christian Heppner eine Wunschliste anfertigen dürfte, was er noch gern in seine Inventarliste aufnehmen würde, dann stünden die 50 Kirchenzehnt-Karten für die Isernhagener Bauerschaften aus dem 18. Jahrhundert ganz oben. "Die liegen in Engensen. Der Besitzer weiß, was er da hat, und will dafür ein bisschen Geld haben.“

An Platz würde es hingegen nicht scheitern, denn die neuen Räume des Archivs in der ehemaligen Gemeindebücherei sind auf Zuwachs ausgelegt – "das sollte für die nächsten 10 bis 15 Jahre reichen“. Im bisherigen Archiv ist vorübergehend die Stabsstelle Flüchtlingsarbeit untergekommen. 17.000 Euro hat die Gemeinde sich die Umbauarbeiten für das neue Archiv kosten lassen, das sich das Gebäude nun mit dem Aktenlager der Gemeinde teilt. Den größten Anteil hatte dabei mit 7500 Euro die Klimaanlagentechnik. 15 bis 18 Grad Celsius und 55 Prozent Luftfeuchtigkeit – "das bekomme dem Papier am besten“, erläutert Heppner.

An mancher der vorherigen Stationen war das Raumklima alles andere als optimal. Seit Heppner 2003 seinen Dienst antreten hatte und anfing, die zuvor im Gemeindegebiet verstreut aufbewahrten Dokumente zu sammeln und zu ordnen, hat er bereits drei Umzüge hinter sich. "In manchem Raum war es ganz schön warm.“ Heppner freut es aber auch, dass das Archiv jetzt nur einen Steinwurf vom Schulzentrum entfernt liegt – gerade die Schüler nutzen das Angebot, am großen Lesetisch in alten Dokumenten zu forschen.

Um alte Unterlagen und Bilder für künftige Generationen zu bewahren, hofft der Archivar auch weiterhin auf die Mitarbeit der Isernhagener. Wer beispielsweise beim Ausmisten seines Dachbodens historische Fotos, Abrechnungen oder auch Feldpostbriefe mit Isernhagen-Bezug finde, sollte sich mit ihm in Verbindung setzen. "Je älter, desto reizvoller“, nennt der Archivar die einfache Formel, was sein Interesse findet. "Und wenn wir uns nicht kümmern, wird vieles verloren gehen“, ist der Erste Gemeinderat Frank Niemeier überzeugt.

Blick ins Magazin

Der Fundus des Gemeindearchivs nimmt mittlerweile 42 Regalmeter ein. Hinzu kommen neun Regalmeter Bibliotheksgut mit aktuell 186 Titeln. Zu finden sind unter anderem Standesamt-Akten, weitere Dokumente aus den Rathäusern und den Volks- und Grundschulen, eine Sammlung von Unterrichtskarten sowie etliche Dauerleihgaben aus privaten Nachlässen. Hinzu kommen zahlreiche Fotoalben und Diamagazine mit Hunderten von Einzelbildern.

Geöffnet hat das Gemeindearchiv am neuen Standort, Helleweg 4 in Altwarmbüchen, ab sofort donnerstags von 17 bis 19 Uhr - allerdings nicht am 10. November. Telefonisch ist Heppner während der Öffnungszeit unter Telefon (0511) 69601486 zu erreichen.

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Von Frank Walter

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