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Kitas beweisen ein gutes Klima

Isernhagen Kitas beweisen ein gutes Klima

"Mitgedacht & Mitgemacht“ heißt es jetzt nicht nur in Isernhagens Grundschulen, sondern auch in vier Kindertagesstätten: Am Donnerstag bekamen die jungen Energiesparer dafür ihre Aktionskoffer – und auch die Erwachsenen in der Gemeinde sind beim Thema Klimaschutz auf einem guten Weg.

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Begeisterung in der Kita Neuwarmbüchen: Die Gemeindewerke haben die Energiesparkisten vorbeigberacht.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Kaum nähert sich die Lampe dem kleinen Grashüpfer, fängt dieser an, sich auf und ab zu bewegen: Klimaschutz kann auch den Jüngsten ganz kinderleicht vermittelt werden, wie sich am Donnerstagvormittag in der Kita Neuwarmbüchen zeigte. Hochmotiviert packten die Kinder ihre „Energiekisten“ aus, die die Gemeindewerke mit 300 Euro pro Stück für die vier Kitas besorgt hatten.

Vincent und Romy ließen es sich nicht nehmen, das gleich auszuprobieren – aber sie sind ja auch schon wahre Experten: Wochenlang hatte sich die Kita mit dem Thema Windenergie beschäftigt. Schade nur, dass der echte Wind ausblieb. So ging es auf einen Windspaziergang, Drachen wurden gebastelt und die Frage beantwortet, was sich denn alles ohne Strom und Benzin bewegen kann. Dass das Thema ankommt, daran ließ die Fragestunde bei der Kistenübergabe keinen Zweifel – die vielen Kinder, deren Finger in die Höhe schossen, konnten gar nicht alle drangenommen werden.

Für die Erzieher in den Kitas gibt es bald eine Schulung, damit die Kiste auch pädagogisch sinnvoll eingesetzt wird. Überhaupt steht auch für die Erwachsenen in Isernhagen das Thema Klimaschutz auf der Agenda. Wie weit die Umsetzung des 2009 von der Gemeinde aufgestellten Aktionsprogrammes ist, erfährt der Klimaschutzausschuss am Dienstag, 29. November, ab 18 Uhr im Rathaus.

34 Ziele hatten sich die Politiker auf die Agenda geschrieben – 25 davon sind umgesetzt, oder werden es gerade. Die Förderung des Radverkehrs und von Häusern im Passivhausstandard, die Erweiterung von Waldflächen, Klimaschutzmaßnahmen in Privathaushalten, Informationsveranstaltungen, Teilautos und das Projekt „Mitgedacht & Mitgemacht“ sind nur einige davon.

Was noch alles nicht passiert ist? Der geforderte Klimaschutzmanager fehlt in Isernhagen. Dort übernimmt momentan die Abteilung Umwelt und Grün. Ebenso gibt es keine Bürgersolaranlage, der Bürgerwindpark ist weit entfernt von einer Umsetzung, und für eine Biogasanlage, die ein effizientes Fernwärmenetz ermöglichen könnte, fehlen Pläne, Investoren und eine geeignete Fläche. Das Ziel des Aktionsprogrammes ist es, bis 2050 die Treibhausemissionen in Isernhagen auf klimaneutrale 1,5 Tonnen CO² pro Einwohner und Jahr zu senken.

Von Carina Bahl

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