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Papageno aus N.B. will nach Berlin

Isernhagen Papageno aus N.B. will nach Berlin

Der Isernhagener Harald Hieronymus Hein nimmt Ende Oktober am bundesweiten Gesangswettbewerb für Oper und Operette in Duisburg teil. Bei dieser Vorrunde kann sich der 21-jährige Bariton für das Finalkonzert in der Berliner Staatsoper qualifizieren.

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Harald Hieronymus Hein (rechts) in einer Aufführung von „Die Zauberflöte“ mit dem Opernsänger Frederik Bat.

Quelle: privat

Isernhagen. Weil dieser Junior-Wettbewerb nur alle zwei Jahre ausgetragen wird, will der junge Isernhagener unbedingt daran teilnehmen. Denn: Für ihn ist es die letzte Gelegenheit, als Junior an den Start zu gehen. „In zwei Jahren geht es dann nicht mehr“, erklärt der 21-Jährige. Die Musikalität ist ihm in die Wiege gelegt worden: Bereits seine Großmutter spielte Klavier und der Opa Geige. Und seine Eltern hören sehr gern Musik. Deshalb hat sich der ehemalige Gymnasiast aus N.B. auch früh für Musik interessiert. Als Vierjähriger besuchte er zunächst die Früherziehungskurse an der Isernhagener Musikschule. Zwei Jahre später nahm er dort Rhythmikunterricht. Seine musikalische Vita setzte er fort mit Chorgesang. Es folgten Kurse in Ballett- und modernem Tanz, Steppen und Irish-Set-Dance. Als Zehnjähriger widmete sich Hein dem Geigenspiel und wechselte anschließend ans Klavier.

Durch seine Deutschlehrerin bekam Hein Kontakt zur Jungen Oper Hannover. „Dort habe ich an Gesangsworkshops teilgenommen“, berichtet der junge Mann mit der musikalischen Ader. Fortan nahm er Gesangsunterricht und absolvierte als 16-Jähriger den Wettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Musical. „Weil ich nicht genau wusste, in welche Richtung ich meine Stimme weiter ausbilden sollte, ob Musical oder Klassik, nahm ich daran teil“, erzählt Hein. Zudem wollte er wissen, wie er sich bundesweit im Vergleich mit anderen schlägt. Besser konnte es nicht kommen: Auf Anhieb gewann er den Jugendwettbewerb.

Danach entschied sich das junge Talent zum Musikstudium. Zuvor legte es das Abitur am Isernhagener Gymnasium ab, nicht mit musikalisch-künstlerischem, sondern mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. In Frankfurt studiert Hein jetzt klassischen Gesang. Seitdem sammelt er Erfahrungen bei Konzerten, Theater-, Musiktheater- und Tanzvorstellungen. In der neuen Spielzeit wirkt der Isernhagener in einer Produktion von Benjamin Brittens Chor-Operette „Paul Bunyan“ an der Frankfurter Oper mit. Für den Gesangswettbewerb in Duisburg am 29. Oktober steht Heins Programm schon fest: Die dritte Arie „Papagena! Papagena! Papagena!“ aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart hat er im Repertoire wie die zweite Arie aus „Die Hochzeit des Figaro“, „Non piu andrai“ ebenfalls aus der Feder von Mozart. Der junge Sänger ist zuversichtlich: „Die Qualifikation für Berlin wird schon klappen.“

Von Katerina jarolim-vormeier

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