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Gewerbegebiet hört nicht auf zu boomen

Altwarmbüchen Gewerbegebiet hört nicht auf zu boomen

Das A2-Center und der Neubau für die Toyota-Gabelstapler-Sparte sind noch nicht fertig, da meldet der nächste Konzern ein Großprojekt an: Der Baumarkt Obi will seinen Exkonkurrenten Praktiker ersetzen und 10.000 Quadratmeter bebauen. Nun befürchtet der Ortsrat künftig Verkehrsprobleme im Gewerbegebiet Altwarmbüchen.

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Der Obi-Markt soll nicht nur auf das Grundstück des bisherigen Praktiker-Marktes, sondern sich bis zur Opelstraße in Altwarmbüchen ausdehnen dürfen. Mehr als 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche sind geplant.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Das Gewerbegebiet in Altwarmbüchen scheint an Attraktivität kaum überbietbar zu sein: Während die Bauleitplanung für ein großes Gartencenter an der Boschstraße gerade erst gestartet ist, braucht es nun ein weiteres Verfahren, um den Wünschen von Investor Obi gerecht zu werden. Der Bau- und Gartenmarkt will an die Stelle von Praktiker rücken - und das mit einer Verkaufsfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern. Dafür braucht es Platz: Der neue Baumarkt soll sich samt Außenanlagen und Parkplätzen von der Varrelheide bis zur Opelstraße erstrecken - das dort befindliche Lampengeschäft wird weichen. Für die Gemeinde heißt es daher, den Bebauungsplan anzupassen - kurzum: ein Sondergebiet Baumarkt festzulegen.

Der Ortsrat Altwarmbüchen hat dafür am Donnerstagabend grünes Licht gegeben. „Eine sinnvollere Nachnutzung des Geländes gibt es wohl nicht“, lobte Malte Neubert (CDU). Bei so einer starken Entwicklung des Gewerbegebietes - das mit A2-Center, Porta, Adler und vielen anderen Geschäften zum Käufermagneten mutiert ist - fragen sich die Politiker jedoch, wo die Autos bleiben sollen. „Droht da nicht ein Verkehrschaos, wenn jetzt auch noch Obi dort in der Größe einzieht?“, fragte Wolfgang Hansen (SPD) und wünschte sich Einsicht ins Verkehrsgutachten.

Eng wird es im Gewerbegebiet definitiv - kaum ein Grundstück ist noch nicht verkauft. Besonders begehrt sind laut Verwaltung - gerade für Firmen mit größeren Bürogebäuden - die Flächen an der Hannoverschen Straße. Zur Stadtbahn ist es ein kurzer Weg, die Anbindung an die Autobahnen 7, 2 und 37 sind geradezu verführerisch.

Deshalb will sich die Gemeinde die letzte freie Fläche an der Hannoverschen Straße durch ein Vorkaufsrecht sichern. Sieben Hektar Wiese liegen dort unbeplant im Außenbereich - direkter Nachbar ist Toyota. „Wir wollen uns alle Optionen offen halten“, erklärte Claudia Halfen von der Verwaltung. Sollte der Rat es beschließen, werde die Kommune die Grundstücksverhandlungen aufnehmen und eine Bauleitplanung für das Filetstückchen von Gewerbefläche beginnen.

Auch dafür votierte der Ortsrat - betonte aber: „Es muss ausgeschlossen sein, dass sich dort eine Spielhalle ansiedeln darf“, sagte Hans-Jürgen Beck (Grüne).

Carina Bahl

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