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Der Norden schnieft und hustet

Isernhagen Der Norden schnieft und hustet

Die Wartezimmer der Praxen sind voll, selbst manchen Arzt hat es erwischt: Die Erkältungswelle hat Isernhagen, Burgwedel, Wedemark und Langenhagen im Griff.

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Die Erkältungswelle hat Isernhagen, Burgwedel, Wedemark und Langenhagen im Griff.

Quelle: imago stock&people (Symbolbild)

Isernhagen/Burgwedel/Wedemark/Langenhagen. „Extrem“: Dieses Wort hört man immer wieder, wenn man in den Arztpraxen nach dem Patientenandrang fragt. „Extrem“ heißt es beispielsweise aus einer Gemeinschaftspraxis in Isernhagen N.B., Am Ortfelde. „Das Wartezimmer ist voll mit Patienten jeden Alters“, sagt Arzthelferin Aileen Evers. Sogar das Praxispersonal sei gesundheitlich angeschlagen. „Normalerweise lässt uns die Erkältungswelle kalt“, meint Evers – weil Ärzte und Helferinnen eigentlich über sehr gute Abwehrkräfte verfügten.

Von einer „heftigen Grippewelle“ spricht man auch in der Praxis der Kinderärztin Susanne Urtel-Stappmanns in Altwarmbüchen. Immerhin: Von der Jahreszeit her könne nicht mehr viel kommen, und auch der Ferienbeginn sorge meist für Entspannung. Woran das liegt? Vielleicht setzten viele Eltern auf Fieberzäpfchen, um dann doch in den Urlaub fahren zu können, so eine Helferin.

Bei Kinderärztin Ursula Koch in Großburgwedel brummt es ebenfalls. „Der Andrang ist extrem“, heißt es. Fast immer sind es Erkältungssymptome. Gleichzusetzen mit der „echten“ Grippe sei das aber nicht, wie Allgemeinmedizinerin Renate Vogelgesang betont. In ihrer Praxis in Kirchhorst kämen derzeit viele Patienten mit grippalen Infekten, gegen die keine Grippeschutzimpfung helfe. Sich jetzt noch impfen zu lassen, mache aus ihrer Sicht ohnehin keinen Sinn mehr.

In der Kita Die Arche in Altwarmbüchen scheint die Krankheitswelle hingegen fast überstanden. Vor drei Wochen sei es richtig schlimm gewesen, berichtet Kita-Leiter Philipp Wüpperling. Auch in der nahen Kita St. Margarete hält sich der Ausfall bei Kindern und Personal aktuell in Grenzen.

Härter hat es da den St.-Petri-Kindergarten in Großburgwedel getroffen. Erst waren es die Kinder, die fehlten, seit vergangener Woche sind die Reihen der Erzieher stark dezimiert. Dass aktuell sieben von 16 krank darniederliegen, hat Konsequenzen: Nachdem vergangene Woche eine der beiden Krippengruppen komplett geschlossen werden musste, weil der Personalschlüssel nicht mehr eingehalten werden konnte, ist es in dieser Woche die rote Kindergartengruppe. Die übrigen Eltern wurden darum gebeten, wegen des Personalmangels ihre Kinder möglichst zu Hause zu lassen. „Wir möchten eine Schließung vermeiden“, sagt Christiane Höppner-Groth, pädagogische Leiterin aller Kirchen-Kitas.

In Langenhagen und der Wedemark ist die Grippe weder in kommunalen noch kirchlichen Kindertagesstätten derzeit ein Thema. Es gebe zwar Krankmeldungen, sagt Kirchenkreissprecherin Andrea Hesse, aber das sei aufzufangen. Wedemarks Gemeindesprecher Hinrich Burmeister berichtet aber von einer erheblichen Krankheitswelle im Rathaus. „Wir sind arg ausgedünnt“, sagte er gestern – anders als die Rathäuser in Isernhagen und Burgwedel.

Von Frank Walter

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