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Grüne haben ihr Programm fertig

Isernhagen Grüne haben ihr Programm fertig

Das Wahlziel der Grünen für die Kommunalwahl im September steht fest: keine absolute Mehrheit für die CDU – und mindestens fünf Ratsmandate für die eigene Partei.

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Antje Schenke (links), Felix Schünemann und Carmen Merkel vom Vorstand der Grünen schauen optimistisch auf die Kommunalwahl im September.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. 24 Mitglieder zählen die Grünen in der Gemeinde – „die Hälfte davon ist allerdings aktiv dabei“, betont Antje Schenke vom Grünen-Vorstand. „So eine Quote müssen andere Parteien erst einmal schaffen.“ Überhaupt sei eine Mitgliedschaft auch keine Bedingung gewesen, um für die Grünen bei der Kommunalwahl im September anzutreten – die „offene Liste“ gab es schon 2011.

Der Wahlkampf kann für die Grünen in den nächsten Wochen beginnen. Weniger mit Wahlplakaten – diese sollen nur themenspezifisch und sehr sparsam an den Laternen hängen – als mit gezielten Veranstaltungen, so wollen die Kandidaten sich bei den Isernhagenern bekannt machen.

Ein wichtiger Punkt im Wahlprogramm ist die Familienpolitik: Flexiblere Betreuungszeiten in den Kitas sind für die Grünen ebenso wichtig wie die Klärung der Frage, wie die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen geregelt werden kann. „Nur so ist die Gleichberechtigung der Frau möglich“, sagt Carmen Merkel.

Ein weiterer Punkt, für den sich die Grünen einsetzen wollen, ist das „Stoppen der Bauwut in der Gemeinde“, betont Felix Schünemann. Wirtschaftliche Interessen dürften nicht immer obenan stehen – gerade die Freiräume machten Isernhagen doch so interessant. Das Neubaugebiet Kircher Vorfeld, das der Ortsrat abgelehnt, der Rat aber durchgesetzt hatte, sei ein Paradebeispiel dafür. „Wir wollen, dass die Ortsräte mehr entscheiden dürfen“, betont Schünemann. Überhaupt sei in der Arbeit der Rathausverwaltung künftig mehr Transparenz notwendig.

Ein typisches „Grünen-Thema“ soll auch in der neuen Ratsperiode der Radverkehr bleiben – viele Wege müssten endlich saniert werden. Auch der öffentliche Nahverkehr müsse optimiert werden. Das Wahlziel seien fünf Sitze im Rat. „Das ist das Minimum“, sagt Merkel. Momentan haben die Grünen sechs Mandate. „Aber 2011 haben wir von Fukushima profitiert. Das muss man so realistisch sehen“, erklärt Merkel. Wichtig für die Demokratie sei es eh, vor allem eines zu verhindern: „Eine absolute Mehrheit für die CDU.“

Elf Kandidaten allein für den Rat der Gemeinde

Nicht nur das Wahlprogramm der Grünen steht, sondern auch die Kandidatenlisten. Für den Rat kandidieren Christiane Müller-Koenig, Hans-Jürgen Beck, Sigrun Bilges, Fabian Peters, Heike Schünemann-Bagusch, Jessica Rothardt, Felix Schünemann, Tobias Rothardt, Anne Ingrid Kollenrott, Werner Putzke und Carmen Merkel. „Wir haben eine gute Mischung von erfahrenen Politikern und jungen Mitstreitern gefunden“, ist Grünen-Chef Felix Schünemann überzeugt. Besonders in Altwarmbüchen und Kirchhorst sind die Grünen gut vertreten: Im ersten Fall kandidieren sechs Personen für den Ortsrat (Jessica Rothardt, Hans-Jürgen Beck, Christiane Müller-Koenig, Tobias Rothardt, Christoph Schroer und Werner Putzke), im zweiten Fall vier (Anne Ingrid Kollenrott, Heidrun und Siegfried Lemke sowie Carmen Merkel). In den Ortsrat N.B. möchte es Fabian Peters schaffen, in K.B. hofft Manfred Rosinski auf ein Mandat, in Neuwarmbüchen Antje Schenke. In H.B. wollen es Felix Schünemann und seine Frau Heike in den Ortsrat schaffen. Allein für F.B. hat sich kein Grünen-Kandidat gefunden. Weitere Informationen gibt es im Internet auf gruene-isernhagen.de.

Von Carina Bahl

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