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Grüne setzen auf Nachtruhe

Isernhagen Grüne setzen auf Nachtruhe

Der Grünen-Landesvorsitzende Stefan Körner hat am Donnerstagnachmittag Isernhagen besucht und am Kirchhorster Kreisel persönlich erfahren, wie viel Lärm Flugzeuge dort verursachen.

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Setzen auf Nachtruhe: Felix Schünemann (links), Stefan Körner und Carmen Merkel präsentieren das neue Plakat der Grünen für die Landtagswahl.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Kirchhorst. "Die Flieger sind nicht zu überhören", kommentierte der Landes-Chef die lauten Maschinen, die wegen des wolkenverhangenen Himmels kaum zu erkennen waren. Dass gleich drei Flugzeuge innerhalb von nicht ganz zehn Minuten über den Kreisel flogen, überraschte den Politiker schon sehr.

Fluglärm war eines der Themen, die Körner mit dem örtlichen Grünen-Landtagskandidat Felix Schünemann und der Co-Vorsitzenden des Ortsverbandes Isernhagen, Carmen Merkel, bei ihrer Tour durch die Ortschaften diskutierte.

Dabei verdeutlichten alle drei, dass sie nicht generell gegen den Flughafen Hannover seien, sondern sich lediglich für die Nachtruhe der Anwohner einsetzten. "Der Nachtflug darf nicht zu Lasten der Einwohner gehen und deren Lebensqualität senken", erklärte Schünemann. Um verstärkt auf das Problem Fluglärm aufmerksam zu machen, haben die Isernhagener Grünen für die Landtagswahl ein eigenes Plakatmotiv zum Thema bei ihrem Landesverband durchgesetzt, das rund um den Airport eingesetzt wird.

Bei ihrer Tour legten die drei Politiker auch einen Stopp an der Grundschule Neuwarmbüchen ein. Das Schulgebäude ist denkmalgeschützt und verfügt über kleine Klassenräume. Weil die Schülerzahlen in den nächsten Jahren steigen werden, soll auf dem Hof ein zusätzlicher Klassenraum in Holzrahmen-Bauweise errichtet werden – das hat der Isernhagener Rat bereits beschlossen. Mit dem Neubau wäre nach Auffassung der Grünen dann auch eine Ganztagsschule denkbar. "Das Ziel der Grünen ist es, die Ganztagsgrundschulen weiter auszubauen", sagte Schünemann. "Gerade kleine Grundschulen müssen beim Ganztagsbetrieb unterstützt werden", fügte Körner hinzu.

Mit Tempo 50 ging es weiter durch die Dörfer. "Wir wurden oft angehupt, weil wir offenbar zu langsam fuhren", wunderte sich der Landesvorsitzende im Anschluss. Halt machten Körner, Merkel und Schünemann bei ihrer Rundreise auch an der Landesstraße 381 in H.B. Weil die Burgwedeler Straße bei Staus auf der A7 als Umleitung dient und auch generell stark frequentiert ist, hatten die Grünen angestoßen, sich für den Tempo-30-Modellversuch des niedersächsischen Verkehrsministeriums zu bewerben – und der Rat votierte für die Teilnahme. Was aus dem Projekt wird, das wird die Landtagswahl in zwei Wochen zeigen. Längst hat sich in H.B. auch eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für Lärmschutz und saubere Luft an der Landesstraße stark macht. Mitglieder hatten bereits mit auf der Ortsdurchfahrt geparkte Autos auf das Problem aufmerksam gemacht.

Am Ende seiner Tour am Donnerstag schaute sich das Grünen-Trio auch noch das Gewerbegebiet am Kirchhorster Kreisel an. "Jede kleine Lücke wird für Gewerbe genutzt – das muss nicht sein", monierte Körner.

Von Katerina jarolim-vormeier

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