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Es wird voll in der Grundschule

Neuwarmbüchen Es wird voll in der Grundschule

Wenige Jahre ist es her, da drohte die Grundschule Neuwarmbüchen ihre Eigenständigkeit zu verlieren, weil die Schülerzahlen eingebrochen waren. Jetzt schlägt das Pendel in die andere Richtung aus: In den nächsten Jahren könnte der Platz knapp werden im Schulhaus.

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Denkmalgeschützt und mit nur fünf Klassenzimmern: die Grundschule Neuwarmbüchen.

Quelle: Frank Walter

Neuwarmbüchen. Fünf derzeit voll belegte Klassenzimmer in einem denkmalgeschützten Gebäude, das nicht erweitert werden kann: Das ist die Ausgangslage in Neuwarmbüchen. Seit 2013 dürfen Kinder aus Isernhagen F.B. östlich der Autobahn wählen, ob sie nach N.B. oder Neuwarmbüchen zur Schule gehen – eine Reaktion auf die damals niedrigen Schülerzahlen in Neuwarmbüchen. Weil die Gemeindeverwaltung um die kinderreichen Jahrgänge weiß, die da kommen in den nächsten Jahren, ist der Schulbezirk ein zweites Mal verändert worden – ab dem kommenden Schuljahr können Kinder aus der Gartenstadt Lohne auch die Grundschule Kirchhorst besuchen.

Doch wird dies angenommen, die Grundschule Neuwarmbüchen dadurch entlastet werden? Für das Schuljahr 2017/18 sieht es danach aus: Von der Zahl von ehemals 28 Kindern in der Schulentwicklungsplanung sei man aktuell bei 24 angekommen, die nach dem Sommer eingeschult werden sollen, sagt Schulamtsleiterin Silvia Voltmer. Doch dann folgt der Jahrgang 2018/19, den Voltmer als „unser Kummerjahr“ bezeichnet: Aktuell müsse man von 30 bis 32 Kindern ausgehen, geteilt werden erste Klassen ab dem 27. Kind, zur Verfügung stehen wird dann aber nur ein Klassenraum – ein Problem, das Eltern beschäftigt und das mehrere Mütter deshalb am Mittwochabend auch in der Ortsratssitzung in Neuwarmbüchen ansprachen.

Dass der Klassenraum wie dort geäußert nur für 20 Kinder zugelassen sei, ist laut Voltmer zwar ein Gerücht: Es gebe keine Quadratmeter-Vorgaben für Klassenzimmer, und in der Vergangenheit habe es auch schon immer mal größere Klassen gegeben. „Dennoch müssen wir gucken, wie wir das 2018 hinbekommen.“

Die Amtsleiterin geht davon aus, dass sich die Zahl potenzieller Schüler beispielsweise durch Umzüge oder Zurückstellungen noch von selbst reduzieren wird. „Und sonst werden wir eine Regelung finden“, ist Voltmer überzeugt – wobei die einzige Lösung in Neuwarmbüchen aus heutiger Sicht ein Container sei. Die Grundschule Kirchhorst hingegen habe in den nächsten Jahren genügend Kapazität auch für Lohner Kinder. Doch wenn die Lohner Eltern von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen? „Die Verwaltung setzt auf Freiwilligkeit. Anderes wäre politisch zu entscheiden“, sagt Voltmer, die das Thema im Herbst mit dann aktuellen Zahlen auf die Agenda heben will.

Im Sommer 2020, wenn der dritte und vorerst letzte extrem starke Jahrgang in Neuwarmbüchen eingeschult werden wird, würde man in jedem Fall wieder ohne Container auskommen: Für die Rekordzahl von aktuell prognostizierten 41 Kindern stehen dann wieder zwei Klassenräume zur Verfügung.

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