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Grundschule rückt zusammen

Neuwarmbüchen Grundschule rückt zusammen

„Für die zweite erste Klasse haben wir den Werkraum aufgelöst“, erklärt Schulleiterin Christa Winkelvoß vor der Einschulung am Sonnabend. Neue Einzeltische und Stühle sind in dem Raum aufgestellt worden.

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Lehrerin Vanessa Soluk schneidet Namensschilder für ihre Erstklässler aus, die heute erstmals die Schulbank drücken.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Lehrerin Vanessa Soluk - sie übernimmt die 1b - hat im Vorfeld Namensschilder für die Schubladen der Mädchen und Jungen angefertigt. Gestern wurde der Einschulungsgottesdienst gefeiert, heute Vormittag absolvieren die Erstklässler mit Schultüten in den Armen ihre erste Unterrichtsstunde.

Am Montag beginnt dann der Schulalltag in dem 107 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude an der Höfestraße. Künftig muss in den Klassenräumen genäht und gewerkelt werden. „Das Material, das sehr oft benötigt wird, ist auf dem Dachboden deponiert“, sagt die Schulleiterin. Denn: „Wenn eine Kollegin spontan Material benötigt, kann sie nicht ständig den Unterricht der Erstklässler stören.“

Hintergrund der Zweizügigkeit ist, dass Eltern aus der Gartenstadt Lohne, die sich in der Vergangenheit eher nach Kirchhorst orientierten, jetzt ihre Kinder doch in Neuwarmbüchen anmelden, weil die Grundschüler nun bis 16 Uhr in zwei Hortgruppen betreut werden. Zudem kommen von den insgesamt 33 Erstklässlern fünf aus Isernhagen F.B. Dort wurde das Einzugsgebiet geändert und Familien, die östlich der Autobahn 7 in Isernhagen F.B. wohnen, freigestellt, ihre Kinder an die Neuwarmbüchener Schule zu schicken anstatt nach N.B. Hintergrund war, dass vor drei Jahren die Grundschule ihre Eigenständigkeit zu verlieren drohte, weil die Gesamtschülerzahl - heute 95 - auf damals 70 Kinder gesunken war. Doch die Politik reagierte prompt und änderte das Einzugsgebiet.

Bereits heute weiß Winkelvoß, dass im nächsten Jahr nur eine erste Klasse eingeschult werden wird. Dennoch bleibt das Platzproblem vier Jahre lang bestehen. Durch die eigenverantwortliche Schule, das Angebot der Lesementoren und anderer Aktivitäten hapert es immer wieder am Platz. „Kleingruppen saßen auch schon in der Küche oder auf den Fluren“, erzählt Winkelvoß. Bei entsprechenden Temperaturen setzten sie sich auch ins Außengelände. In der Winterzeit ist die Situation noch drastischer und das Raumangebot grenzwertig - aber nicht zu ändern. „Die Bedingungen sind so, und der Schulträger unterstützt uns vorbildlich“, äußert sich die 59-Jährige. Denn an dem Gebäude könne nichts großartig verändert werden, sagt Winkelvoß. Knifflig werde es, wenn die Schule möglicherweise über Nacht mit Flüchtlingskindern überrollt werde, meint sie.

Katerina Jaro-Vormeier

       
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