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Grundschule bekommt neues Klassenzimmer

Neuwarmbüchen Grundschule bekommt neues Klassenzimmer

Weil im nächsten Schuljahr ein Klassenzimmer fehlen wird, soll die Grundschule Neuwarmbüchen um einen Neubau ergänzt werden: ein externes Klassenzimmer in Holzrahmenbauweise, 14,50 Meter lang und sechs Meter breit.

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Die Grundschule Neuwarmbüchen soll um ein externes Klassenzimmer ergänzt werden.

Quelle: Frank Walter

Neuwarmbüchen. Der Platz in der Grundschule Neuwarmbüchen ist ausgeschöpft. Derzeit sind die fünf Klassenzimmer im denkmalgeschützten Schulhaus Baujahr 1910 voll belegt. In diesem Jahr sind 22 Kinder eingeschult worden. „Zunächst standen 28 auf der Liste“, berichtete Schulamtsleiterin Silvia Voltmer am Mittwochabend in der Ortsratssitzung. Entspannt habe sich die Situation, weil sich Eltern für die Grundschule Kirchhorst oder für eine Förderschule entschieden hätten.

Ähnlich sehen die Prognosen für das Schuljahr 2018/19 aus, aktuell liegen der Gemeinde sogar 30 Anmeldungen vor. Geteilt werden erste Klassen ab dem 27. Kind. Im Schulgebäude steht dann aber nur ein Klassenraum zu Verfügung – ein Problem, das Eltern verunsichert und das mehrere Mütter deshalb auch in der Ortsratssitzung ansprachen. „Müssen wir einen anderen Schulbezirk wählen, weil die Schule voll ist?“, wollte eine Mutter wissen. „Nein, so einfach lassen sich die Schulbezirke nicht wechseln“, antwortete die Schulamtsleiterin vehement. Zudem betonte sie mit Blick auf die kleinen Zimmer des Altbaus, dass es keine gesetzlichen Vorgaben gebe, wie viele Kinder in einem Klassenraum unterrichtet werden dürfen. „Diese Vorgaben gibt es für Kindergärten, aber nicht für Schulen.“

Klassenzimmer aus Holz

Um die Kapazität der Grundschule in den nächsten Jahren zu erweitern, schlägt die Verwaltung deshalb vor, einen Holzrahmenbau auf dem Gelände zu errichten. Das externe Klassenzimmer soll 14,50 Meter lang und sechs Meter breit werden. Die Baukosten werden auf 124.000 Euro geschätzt. Der Ortsrat Neuwarmbüchen sprach sich einstimmig und ohne Diskussion für die von der Gemeinde vorgeschlagene Variante aus.

Auch der Ausschuss für Hochbau, Umwelt und Liegenschaften hatte tags zuvor schon mehrheitlich für das Vorhaben votiert. Joost Götze vom Amt für Gebäudewirtschaft hatte dort klargemacht, dass für mehr als einen Klassenraum auf dem Areal der Grundschule auch kein Platz sei. „Für mehr wird es eng.“ Zudem sei der Holzrahmenbau schnell umzusetzen und kostengünstiger als ein Container, erklärte Götze. Außerdem sei das Raumklima in Containern im Winter schlecht.

CDU und SPD hatten die Gemeindeverwaltung um Prüfung gebeten, wo in Neuwarmbüchen weitere Hortplätze eingerichtet werden könnten. Dabei hatten sie beispielhaft eine Aufstockung oder einen Anbau an die Kita, die Nutzung von Räumen in der Schule, die Anmietung einer Gewerbeimmobilie und die Betreuung in einer anderen Kita außerhalb des Ortes aufgeführt. „Eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes in Neuwarmbüchen ist nicht möglich, weil dann zu wenig Außengelände zur Verfügung stehen würde“, sagte Amtsleiterin Silvia Voltmer. Die Unterbringung einer Hortgruppe in der Grundschule sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Und die Anmietung von Gewerbeliegenschaften würde den Haushalt der Gemeinde extrem belasten. „Der Druck im Hortbereich ist groß“, sagte sie – und die Raumsuche geht weiter.

Von Katerina jarolim-vormeier

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