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Halle darf in Isernhagen K.B. gebaut werden

Isernhagen Halle darf in Isernhagen K.B. gebaut werden

Wenn es um Bauvorhaben an der Ortsdurchfahrt in den Isernhagener Altdörfern geht, dann schaut die Politik momentan ganz genau hin - eine landwirtschaftliche Halle darf in K.B. aber gebaut werden.

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Dieser freie Blick in die Landschaft von der Dorfstraße in K.B. aus wird bald 22 Meter schmaler werden - aufgrund einer neuen Halle, die der Landwirt für seine Maschinen baut.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro arbeitet aktuell auf Hochtouren, um der Politik nach der Sommerpause erste Vorschläge und Möglichkeiten für eine Gestaltungssatzung vorzulegen, die das historische Ortsbild der Altdörfer künftig sichern soll. Dass die Optik der Altdörfer ein sensibles Thema ist, das weiß inzwischen auch die Verwaltung - und schob jetzt noch spontan eine Sondersitzung von Bauausschuss und Ortsrat K.B. ein, um sich die Meinung der Politik zu einem Bauvorhaben an der Dorfstraße einzuholen.

Landwirt Henning Dusche - der an selber Stelle bereits zwei Hallen für seinen Betrieb in den vergangenen Jahren errichtet hat - würde gern ein weiteres Gebäude bauen. 42 mal 22 Meter soll die Halle groß werden, um künftig als Lager und Garage für seine Maschinen herzuhalten. Der Bauantrag ist am 25. Juni gestellt worden.

Eigentlich ein unstrittiges Unterfangen: Es handelt sich um ein Grundstück im Außenbereich. Sollte der Landwirt die Privilegierung seines Vorhabens nachweisen, dürfte die Baugenehmigung reine Formsache sein. Aber: „Das ist einer der letzten Siedlungsbereiche, wo noch ein freier Blick in die Landschaft möglich ist“, begründete Isernhagens Bauamtsleiterin Heike Uphoff, warum die Verwaltung sich uneins ist, ob man das Einvernehmen zu der neuen Halle erteilen sollte. Die Verwaltung hätte sich vorstellen können, Dusche zu überzeugen, die Halle nicht neben sein Gelände - und so mitten in den bisher freien Blick ins Grüne -, sondern dahinter zu platzieren. Dusche lehnt das ab, müsste er so doch eine neue Zuwegung zu der Halle bauen lassen. „Es gibt unterschiedliche Argumente: Das müssen Sie entscheiden“, betonte Uphoff am Mittwochabend in Richtung Politik.

Ja, wenn es um die Schönheit Isernhagens geht, dann sind die Politiker kritisch - aber nicht weltfremd: „Ich sehe keinen rechtlichen Grund, warum man hier das Einvernehmen versagen könnte“, sagte Ulrich von Rautenkranz (FDP). „Es ist doch schön, wenn Landwirte expandieren können“, ergänzte Burkhard Kinder (CDU). Die Bedenken von Manfred Rehkopf (SPD), ob angesichts der neuen Halle eine Baulücke entlang der Straße entstehen würde, konnte Uphoff zerstreuen: „Einerseits ist das rechtlich nicht so, andererseits liegt dieser Bereich in der Bauverbotszone. Eine Wohnbebauung ist dort nicht möglich.“ Die Gemeinde wird das Einvernehmen zum Bauantrag jetzt mit politischem Rückenwind erteilen.

Carina Bahl

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