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Rückkehr nicht ausgeschlossen

Isernhagen K.B. Rückkehr nicht ausgeschlossen

Nach 20 Jahren im Ortsrat und fünf Jahren im Gemeinderat kehrt K.B.s Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens (CDU) der Politik den Rücken – vorerst, denn eine Rückkehr kann sich der 51-Jährige durchaus vorstellen.

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K.B.s scheidender Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens hört auch auf, um mehr Zeit für Tochter Lina-Marie (14) und Gordon Setter Milla zu haben.Hans-Heinrich Behrens Ortsbürgermeister Isernhagen K.B.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen K.B.. Dass die Ausbaupläne für die Kreisstraße 113 in Richtung F.B. endlich fertig werden, das hätte Hans-Heinrich Behrens gern noch in seiner Zeit als Ortsbürgermeister erlebt – "die waren ja schon in den Achtzigern Thema“. Auch, dass K.B. an der Heinrich-Könecke-Straße einen Supermarkt bekommt, gern auf einem Grundstück mit einem neuen Feuerwehrhaus, stand auf der Wunschliste. "Der Markt sollte jetzt wieder auf die Tagesordnung. Der Investor steht weiter Gewehr bei Fuß.“ Hinter das Thema Kindergarten kann der 51-Jährige hingegen einen Haken machen: "Der Standort dort ist genau richtig, die Parksituation längst nicht so schlimm wie befürchtet. Das war ein Highlight der fünf Jahre.“

Vor fünf Jahren hatte der studierte Agraringenieur, der seit 2001 als Projektentwickler in einem Windenergie-Unternehmen arbeitet, seinen Onkel Friedrich Dusche als Ortsbürgermeister in K.B. beerbt – nach 15 Jahren als dessen Stellvertreter "die logische Konsequenz. Ich wollte was für den Ort tun“, erinnerte sich der Ur-K.B.er, warum er 1996 in die CDU eingetreten war.

Für K.B. trat Behrens in den vergangenen fünf Jahren auch im Gemeinderat ein. Bei den Baugebieten am Asphalweg und am Kircher Vorfeld, die der Ortsrat skeptisch sah, folgte Behrens’ eigene Gemeinderatsfraktion der Empfehlung aus K.B. aber nicht. "Für die kleinen Ortsteile im Rat etwas durchzusetzen, ist nicht einfach“, sagt der 51-Jährige, der sich deshalb auch schon mal für die Reduzierung auf nur noch drei Ortsräte in Isernhagen stark gemacht hat. "Wir haben in K.B. zwar die Kirche, aber die größten Kirchtürme stehen woanders“, sagt Behrens – und würde sich wünschen, dass mancher Ratskollege mehr an die Gemeinde als den eigenen Ort denken würde.

Im Groll gehe er trotzdem nicht, sagt Behrens. "Ich habe nicht die Lust verloren. Ich mache nur eine Pause, das weiß die CDU auch.“ Beruflich ist er mittlerweile mehr unterwegs, die restliche Zeit soll vor allem der Familie gehören. "Unsere Tochter ist 14. Wenn ich was von ihr haben will, dann brauche ich die nächsten Jahre.“

Für "seinen“ Ortsteil engagiert sich Behrens weiter beim Weihnachtsmarkt-Verein. Und dass er seine Politik-Pause in fünf oder zehn Jahren beendet, sei durchaus möglich. Jetzt aber passe das nicht. "Da habe ich meinen Qualitätsanspruch. Halbschwanger geht nicht.“

Von Frank Walter

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