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Hauptschule wird zum Auslaufmodell

Altwarmbüchen Hauptschule wird zum Auslaufmodell

Die IGS ist beschlossene Sache - die Heinrich-Heller-Hauptschule (HHS) wird damit ab Sommer zum Auslaufmodell. Aber was heißt das für die Schüler? Welche Perspektiven haben die Lehrer? Schulleiter Martin Bruns beruhigt: „Unser Angebot bleibt bunt und vielfältig.“

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Das Angebot der Heinrich-Heller-Hauptschule bleibt bis zum Schluss bunt, verspricht Martin Bruns.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Die Landesschulbehörde hat gerade die Ausschreibung verlängert für die Planungsgruppe, die das Konzept für die IGS in Isernhagen erarbeiten soll. Acht Personen werden darin einen Platz finden - ausgeschrieben sind die Stellen an allen weiterführenden Schulen in Stadt und Region Hannover. Der Leiter der Gruppe wird auch der kommissarische Leiter der neuen IGS werden. Die anderen Teilnehmer werden auf jeden Fall an der IGS unterrichten. So weit, so gut.

Aber was passiert mit den Lehrern der Heinrich-Heller-Hauptschule? „Keiner aus dem Kollegium hat sich für die Planungsgruppe beworben“, betont Schulleiter Martin Bruns ein wenig stolz. „Sie wollen hier bleiben, so lange sie es können. Mir liegt nicht ein einziger Versetzungsantrag vor.“ Und dabei hätte Bruns Verständnis dafür gehabt - „jeder möchte doch beruflich eine Perspektive haben.“

Die Perspektive an der Hauptschule sieht folgendermaßen aus: Mit jedem Jahr wird es an der Hauptschule einen Jahrgang weniger geben - ab Sommer fehlen die fünften Klassen. „Weniger Schüler bedeutet auch weniger Lehrerstunden“, weiß Bruns. In sechs Jahren schließt die Schule komplett. Aber da die Hauptschule dank vieler Flüchtlinge und anhaltend vieler Rückläufer von Gesamtschulen und Realschulen immer noch weiter wächst, sei mit einem Lehrerschwund vorerst nicht zur rechnen.

Solange es Jahrgangsstufen an der HHS gibt, könnten dort auch Schüler aufgenommen werden, sagt Bruns. Zudem würden Pensionierungen die sinkenden Bedarf an Lehrerstunden in den nächsten Jahren ausgleichen. Die Landesschulbehörde wird laut eigener Aussage zu gegebener Zeit auf die Lehrer zugehen und sie nach ihren Wünschen fragen. Ein Wechsel an die IGS ist eine Option. Die Qualität werde nicht leiden, betont die Landesschulbehörde weiter. Diese Aussage ist auch Bruns sehr wichtig: „Wir ziehen bis zum Schluss durch, geben jedem die Möglichkeit, in Ruhe und Zufriedenheit seinen Abschluss zu machen.“ Auch das Nachmittagsangebot bleibe so bunt und vielfältig erhalten. „Es ist ja komplett von externen Kräften organisiert“, sagt Bruns. „Und die halten weiter zu uns.“ Ob Bürgerstiftung oder Lions Club: „Niemand fragt, wie lang es uns noch gibt.“ Auch über die Gemeinde kann Bruns nur positiv berichten: „Hier werden keine Smartboards abgebaut, weil wir sie eh bald nicht mehr brauchen.“

Seinen Schülern und deren Eltern möchte er daher die Sorgen nehmen: „Es geht weiter wie gewohnt.“ Ein „kleines Risiko“ laufe nur im aktuellen fünften Jahrgang mit - „wer dort die Versetzung mal nicht schafft, muss auf die IGS wechseln.“ Diese verteufelt der Hauptschulleiter nicht, „aber sie ist nichts für jeden“. Manche seiner Zöglinge bräuchten dringend kleine Lerngruppen. Bruns: „Und die gibt es bald nirgends mehr.“

Von Carina Bahl

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