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Hausbesitzer lobt aufmerksamen Nachbarn

Isernhagen Hausbesitzer lobt aufmerksamen Nachbarn

Zeugen, die das Gesehene erst nach Stunden oder gar Tagen melden, machen der Polizei das Leben schwer. Eine Fahndung können sich die Ordnungshüter dann sparen. Schön, wenn es anders läuft – auch wenn der „Fall“ in Altwarmbüchen letztlich gar kein Fall war.

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Wenn die Polizei gerufen wird, ist sie auch schnell vor Ort - das hat einen Hausbesitzer aus Altwarmbüchen sehr gefreut. 

Quelle: Patrick Seeger

Altwarmbüchen. Ulrich O. wohnt allein in seinem Einfamilienhaus in Altwarmbüchen. Kürzlich habe ihn Lärm mitten in der Nacht aufgeschreckt. Mit einer Taschenlampe „bewaffnet“ habe er nach dem Rechten gesehen, berichtet der 81-Jährige. Fenster und Türen waren fest verschlossen, die Ursache für die Geräusche konnte der Altwarmbüchener nicht entdecken – „mit einem mulmigen Gefühl ging ich wieder zu Bett“.

Einige Minuten später bemerkte O. mehrere Personen, die im Schein von Taschenlampen durch seinen Garten schlichen. „Ich griff zum Telefon und rief die 110 an“, schildert der Hausbesitzer das Geschehen. Der Polizist am Telefon konnte für Aufklärung sorgen: Tatsächlich hatte ein Nachbarn den Lärm ebenfalls gehört und dann jemand – nämlich O., wie sich schnell herausstellte – mit einer Taschenlampe durchs Haus gehen sehen. „Es waren also die schnell erschienenen Ordnungshüter, die nächtens um mein Haus schlichen, um den ‘Einbrecher’ zu fangen“, berichtet der 81-Jährige. Die Situation klärte sich schnell, die Polizisten fuhren wieder davon.

Doch nur ein paar Minuten später schreckte neuerlicher Lärm den Hausbesitzer auf. Weil sein aufmerksamer Nachbar zudem einen Mann im blauen Overall vom Grundstück hatte gehen sehen, rief O. erneut die Polizei. Sofort schickte die alarmierte Polizei zum zweiten Mal Streifenwagen – und konnte gleich wieder Entwarnung geben: Der Mann im Overall entpuppte sich als Zeitungszusteller, der in den frühen Morgenstunden nur seinem Job nachging. Die Quelle der seltsamen Geräusche fand sich am nächsten Morgen bei Tageslicht: Offenbar hatte der starke Wind die leeren Mülltonnen bewegt.

Bei seinem Nachbarn habe er sich mittlerweile „mit einem kleinen Fläschchen bedankt“, erzählt O. „Es ist beruhigend zu erfahren, dass man wachsame Nachbarn und eine schnelle, hilfsbereite Polizei hat. Danke dafür!“
Schnellstmöglich die Polizei zu rufen, lieber einmal zu oft als zu wenig – das sei genau der richtige Weg, lobt Hauptkommissar Bernd Klapproth. Den Helden spielen sollte aber niemand: Besser als selbst einzugreifen sei es, am Telefon zu bleiben und der Polizei fortlaufend die eigenen Beobachtungen zu schildern.

Von Frank Walter

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