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IGS - ja oder nein?

Isernhagen IGS - ja oder nein?

Jetzt muss es schnell gehen, um eine Genehmigung für eine IGS ab 2016 zu bekommen, wird die Gemeinde auf Wunsch der Landesschulbehörde die Eltern aller Grundschüler in Isernhagen erneut befragen. Die Frage ist denkbar einfach: IGS - ja oder nein?

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Es ist weiter unklar, ob es ab dem Schuljahr 2016/2017 in Isernhagen eine IGS geben wird. Die Elternbefragung muss wiederholt werden.

Quelle: Jens Schulze/Symbolfoto

Isernhagen. Bis zum 31. Oktober muss die Gemeinde Isernhagen ihren Antrag bei der Landesschulbehörde gestellt haben, um zum Schuljahr 2016/2017 eine Integrierte Gesamtschule einrichten zu können. Damit das Land den Antrag genehmigt, muss die Gemeinde nachweisen, dass es der Wunsch der Eltern ist - und 96 Schüler pro Jahrgang eine IGS besuchen würden.

Die erste Befragung der Gemeinde hatte das Land als nicht ausreichend angesehen, weil alle Eltern, die sich gar nicht zurückgemeldet hatten, vom Land als IGS-Gegner eingestuft worden waren.

Deshalb ist die Marschroute jetzt klar: „Wir brauchen eigentlich einen fast utopischen Rücklauf von gut 80 Prozent“, macht Schulamtsleiterin Silvia Voltmer deutlich. „Es zählt jetzt wirklich jedes einzelne Kreuzchen.“ Die Gemeinde werde im Anschreiben „bitten, wenn nötig betteln“, dass die Eltern sich an der Befragung beteiligen. „Wir befürchten, dass viele keinen Sinn darin sehen, noch einmal abzustimmen“, sagt Voltmer. Die Gemeinde sehe diesen ja auch nicht. Aber nach Gesprächen mit dem Land sei klar: „Anders wird es mit der Genehmigung nichts.“

Die Bögen, die an die Eltern der 840 Grundschüler geschickt werden, umfassen diesmal nur eine einzige Frage: „Würden Sie Ihr Kind an einer IGS in Isernhagen anmelden, wenn es diese ab nächstem Jahr gäbe, oder nicht?“.

Die Überlegung, die Briefe diesmal direkt über die Grundschulen zu verteilen, ist vom Tisch. Der Schulranzen stelle doch eine zu große Unsicherheit dar - verschwinde darin doch gern einmal der ein oder andere wichtige Zettel. „Wir wollen die Befragung möglichst barrierefrei und niederschwellig machen“, kündigt Voltmer an. Die Eltern werden persönlich angeschrieben und müssen nur eine Karte - vorfrankiert - zurückschicken, in den Rathaus-Briefkasten werfen oder auch in den Schulen abgeben. „Hauptsache, sie machen mit.“

Wichtig sind für Voltmer zwei Dinge: „Die Umfrage erfolgt absolut anonym, und wer für die IGS stimmt, ist durch das Kreuz nicht automatisch verpflichtet, wenn die IGS kommt, sein Kind dort auch anzumelden.“ Ziel sei es jetzt schlichtweg, 96 Ja-Stimmen pro Grundschuljahrgang dem Land vorlegen zu können.

Die Zeit drängt dabei: „Wir müssen die Fragebögen bis spätestens zum 13. Oktober zurückhaben“, sagt Voltmer - die Herbstferien stehen vor der Tür, und die Auswertung samt Antragsstellung muss im Oktober fertig werden.

Mithilfe der Schulen und der Elternsprecher werde die Gemeinde jetzt mit allen Mitteln und auf allen Wegen für die Teilnahme werben - nur so könne es klappen.

von Carina Bahl

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