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Übung stärkt die Kameradschaft

Isernhagen Übung stärkt die Kameradschaft

Ihre erste 36-Stunden-Übung haben sechs Isernhagener Ortsfeuerwehren von Freitagabend bis Sonntagmorgen absolviert. Gemeindebrandmeister Clive von Plehn zog eine durch die Bank weg positive Bilanz. Bei zehn Einsätzen überprüften die Wehren ihre Leistungen - und pflegten die Kameradschaft.

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Impressionen von der 36-Stunden-Übung der Gemeindefeuerwehr Isernhagen.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen. Martinshörner in der Nacht und den ganzen Tag lang: Vielerorts ertönte bis Sonnabendabend Sirenengeheul – vermutlich hatten manche Anwohner insbesondere an der Grundschule in Altwarmbüchen die Nase voll.

Der Grund für die zuckenden Blaulichter: Die Ortsfeuerwehren aus Isernhagen H.B., K.B., N.B., Kirchhorst, Neuwarmbüchen sowie Stelle waren im Dauereinsatz und übten die Abläufe bei möglichen Einsätzen. Altwarmbüchen fehlte wegen interner Termine, und die Feuerwehr F.B. war wegen der vielen Landwirte in ihren Reihen "auf dem Feld unterwegs, um die Ernte einzuholen“, begründete das Gemeindebrandmeister Clive von Plehn.

In alle Ortschaften rückten die Feuerwehren aus, um dort Personen zu retten und Feuer zu löschen. So musste zum Beispiel in der Grundschule Altwarmbüchen ein Verletzer aus einen total verqualmten Heizkeller geborgen werden, wo angeblich Chlorgas ausgetreten war. An anderer Stelle war einer Person zu helfen, die beim Reparieren des Auspuffs eingeklemmt worden war. Anderes Szenario: Eine Baugrube war eingestürzt und ein Arbeiter verschüttet worden. Eile war geboten, damit die Erdmassen dem Eingestürzten nicht zu lange die Luft zum Atmen nahm.

Einige Übungen hatten aber auch Spaßcharakter. So galt es etwa, ein Ei aus einem imaginären See zu retten oder Wasser möglichst schnell aus einem Fass in ein anderes zu transportieren. Bei jeder Übung schauten Beobachter aus den befreundeten Feuerwehren Burgwedel, Burgdorf und Langenhagen zu. Jeweils am Ende stand die Manöverkritik, "um zu lernen und sich selbst zu reflektieren", wie es der Gemeindebrandmeister ausdrückte.

"Die Übung war sehr lehrreich und hat Spaß gemacht", bilanzierte Thomas Extra, Zugführer der Feuerwehr Isernhagen H.B. Er sprach von einem "rundum gelungenen Paket". "Wir sind mit unserer Leistung zufrieden", erklärte der Zugführer. Zufrieden zeigte sich am Ende auch von Plehn. "Viele sind schon richtig platt", berichtete der Gemeindebrandmeister am Sonnabendnachmittag nach den zehn Einsätzen. Primäres Ziel sei es, die Kameradschaft untereinander zu pflegen. An zweiter Stelle trete die Ausbildung samt Manöverkritik und Selbstreflexion. Und reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln und Klönen hatten die Feuerwehrleute am Sonnabendabend nach dem langen Übungstag auch noch.

Bereits am Freitagabend hatten die 72 Aktiven auf dem Gelände des Baubetriebshofes an der Hannoverschen Straße in Altwarmbüchen ihr Lager aufgeschlagen. In sechs Großzelten stellten die Feuerwehrleute Feldbetten auf, wo sie bis Sonntagmorgen nächtigten. Noch in der Nacht zum Sonnabend rückten sie dann gegen 22 Uhr zu ihren ersten Einsätzen aus.

"Das war eine gute Erfahrung, und die werden wir sicherlich wiederholen", zog von Plehn nach 36 Stunden eine positive Bilanz.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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