Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Im Konzert vereint "dem Teufel zuwider"

Altwarmbüchen Im Konzert vereint "dem Teufel zuwider"

In einem gemeinsamen Konzert haben 15 Kantoren und Pastoren, Chorleiter und Diakone aus dem Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen in der Altwarmbüchener Christophoruskirche gezeigt, was sie musikalisch zu bieten haben.

Voriger Artikel
Schon wieder: Feuerwehr hält Möbelhaus trocken
Nächster Artikel
Mit Autoscooter kommt mehr Jugend aufs Moorfest

Kantorin Susanne Fiedler dirigiert die "große Besetzung" samt Auditorium beim Taizé-Gesang.

Quelle: Zimmer

Altwarmbüchen. Martin Luther war ein großer Freund von Kirchenmusik, erklärte Susanne Fiedler, Kantorin der St. Christophorus-Kirche. Warum? Weil die Musik laut Luther, der selbst ein geübter Sänger, Lautenspieler und Liedkomponist gewesen sei, „dem Teufel zuwider“ war.

Im Reformationsjahr ist der ketzerische Reformer und Professor für Bibelauslegung aus Wittenberg omnipräsent. Etwas Spezielles ließ sich der Kantor der Langenhagener Elisabeth-Kirchgemeinde, Arne Hellmann, zum Luther-Jahr einfallen. Er hatte die zündende Idee, gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Kirchenkreis „dem Teufel zuwider“ zu sein und Musik zu machen. Trotz Terminproblemen fanden sich 15 Kantoren, Pastoren, Diakone und Chorleiter zusammen. Seit Herbst letzten Jahres hatten sie an dem Programm geprobt und gefeilt.

So kam es, dass Rainer Henne, Pastor in Fuhrberg, Luther-Zitate mit der Gitarre gekonnt untermalte. Dass Pastor Dieter Rudolph-Rodekohr als Pianist und Moderator souverän durch das Programm führte. Und dass Susanne Fiedler nicht an der Orgel saß, sondern als Cellistin ihre Frau stand. Eine bunte und ständig wechselnde Besetzung, die stets neue Klangerlebnisse vermittelte. Herrlich, wie in „Die kleine Kammermusik“ von Georg Philipp Telemann die wie von Flügeln getragene Klarinette über dem geerdeten Cello schwebt - unaufdringlich geordnet und geführt von der Orgel.

Auch die etwa 60 Besucher in der Christophoruskirche wurden einbezogen. Beim Taizé-Gesang „Ubi Caritas“ dirigierte Susanne Fiedler die „große Besetzung“, das heißt: samt mitsingendem Auditorium. Auch bei dem Traditional „I know that Jesus is my Lord“, das Rudolph-Rudekohr am Piano mit Verve sehr jazzig begleitete, war das Publikum dabei.

Die engagierten Musiker und Theologen spannten einen weiten und interessanten Bogen aus der Zeit Luthers von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und dessen Zeitgenossen David Heinchen, Telemann und Bernadette Marcello über Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) bis in die Neuzeit.

Von Jürgen Zimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wc71buh0lkvxliaes8
Musikfestival-Premiere kommt gut an

Fotostrecke Isernhagen: Musikfestival-Premiere kommt gut an