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Immer mehr Internet-Hotspots

Isernhagen/Großburgwedel Immer mehr Internet-Hotspots

An immer mehr Orten gibt es draht- und kostenlosen Zugang ins Internet. Die Nordhannoversche Zeitung hat sich in öffentlichen Gebäuden und Einkaufszentren in puncto öffentliches WLAN umgeschaut.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Isernhagen. Für Hotels ist ein für Kunden öffentliches WLAN schon seit Jahren so obligatorisch wie für die Fast-Food-Ketten. Auch das schwedische Möbelhaus Ikea in Großburgwedel hat es neuerdings. „Seit drei Monaten können sich unsere Kunden kostenfrei einloggen“, sagt Heike Franke von der Marketingabteilung. Der Service für Smartphone-Besitzer werde sehr gut angenommen. „Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern einkaufen gehen, lümmeln sich gern in die Sessel und surfen“, berichtet Franke.

Auch im Burger-Restaurant lässt sich Speisen mit Internetsurfen verbinden. McDonald’s-Kunde Hans-Joachim Höltge legt ab und an an der Kokenhorststraße in Großburgwedel eine Pause ein und nutzt dort den WLAN-Hotspot. Ihm schräg gegenüber erledigt Werner Graubner bei einem Kaffee Schreibarbeiten an seinem Tablet. „Wenn ich eine Adresse suche, die eh öffentlich ist, dann nutze ich das WLAN“, erklärt der Außendienstmitarbeiter. Doch geschäftliche Angelegenheiten würde der 56-Jährige nie in einem öffentlichen Netz erledigen. „Das mache ich dann doch lieber über meine sichere Flatrate“, erklärt er. Kostenloses WLAN, betont McDonald’s-Sprecher Peter Lemm, sei für seine Fast-Food-Restaurants längst unverzichtbar.

Kostenlos online gehen - diesen Service bieten auch immer mehr Rathäuser und Einkaufszentren an, um attraktiv für Bürger und Kunden zu sein. Auch das A2-Center im Gewerbegebiet Altwarmbüchen will bei diesem Trend nicht abseits stehen. Die Installation eines WLAN-Netzes sei „so gut wie fertig“, erklärt der technische Leiter Jürgen Tintelott. Bis Mitte August soll die Verbindung stehen.

So weit ist man im Altwarmbüchener Rathaus noch nicht ganz. Allerdings wird man sich dort künftig zusätzlich auch auf dem Marktplatz ins Netz einloggen können. „Öffentliches WLAN für diesen Bereich und die Bücherei sind in Planung“, teilt Rathaussprecherin Svenja Theunert mit.

Auch die Großburgwedeler Bücherei an der Von-Alten-Straße ist dabei, ihren Lesern den Service des öffentlichen Internetzugangs zu erschließen. „Noch hapert es an der separaten Absicherung für zeitlich befristete Zugänge“, erklärt Leiterin Jutta Busch. Doch ist sie zuversichtlich, dass bald eine Lösung gefunden wird.

Für Burgwedels Rathaus ist ebenfalls ein neues Konzept in Arbeit. Laut Steffen Plapper, IT-Leiter in der Verwaltung, können dort bislang nur Mandatsträger freies Internet nutzen. „Bis Ende des Jahres soll ein öffentlicher Hotspot zur Verfügung stehen“, kündigt der IT-Fachmann an.

Sicher surfen – was Internetexperten empfehlen

Einkaufszentrum, Möbelhaus, Restaurant: Kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots sind für viele Menschen unterwegs Oasen zum Arbeiten und Surfen im Netz. Doch wenn persönliche Zugangsdaten oder E-Mails ins Spiel kommen, raten Internet-Fachleute dazu, sehr vorsichtig zu sein. Es gibt einen Weg, allen Gefahren drahtloser Kommunikation aus dem Weg zu gehen: Man nutzt WLAN nur dort, wo man sich sicher sein kann, dass nicht nur der Betreiber, sondern auch die anderen Nutzer vertrauenswürdig sind. Online-Banking beispielsweise kommt nur zu Hause oder am Arbeitsplatz infrage. Unterwegs beschränkt sich, wer alle Risiken ausschließen will – so weh es im Geldbeutel und oft auch bei der Geschwindigkeit tut – auf seine Mobilfunk-Flatrate. Wenn drahtloses Netz, dann nur Hotspots mit Passwörtern, empfehlen die Experten. Wer einen unverschlüsselten öffentlichen Hotspot nutzt, sollte die Login-Seiten genau überprüfen. Nach der Benutzung eines öffentlichen WLAN sollten Nutzer das Netz wieder aus der Liste der vertrauenswürdigen Netze entfernen, auch das empfehlen die IT-Fachleute.

Katerina Jarolim-Vormeier

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