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Totentanz in der Isernhagener Pokemon-Arena

Isernhagen Totentanz in der Isernhagener Pokemon-Arena

Altwarmbüchens Rathausvorplatz ist eine Kampfarena – doch das merken nur Smartphone-Nutzer, die das schon nach wenigen Tagen berüchtigte Pokémon-Go-Spiel heruntergeladen haben.

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Auf der Suche nach Taubsi in Altwarmbüchen.

Quelle: Laura Ebeling

Isernhagen/Burgwedel. Der Altwarmbüchener See ist der perfekte Ort für Schwimmer, Spaziergänger und Fahrradfahrer. Doch seit Neuestem trifft man dort noch eine weitere Gruppe: Pokémon-Jäger. Sie spazieren mit ihrem Smartphone die Wege am See entlang, halten plötzlich ohne ersichtlichen Grund an und tippen auf dem Display herum. Das Spiel „Pokémon Go“ ist momentan bei vielen Smartphone­besitzern der letzte Schrei – und die kleinen Wesen lassen sich mit der Handykamera auch in der realen Welt des Altwarmbüchener Sees aufspüren und fangen. Dennis Lilienthal hat für seinen siebenjährigen Pokémon-begeisterten Sohn das Spiel heruntergeladen. „Wir waren in der Gegend und haben hier angehalten, um spazieren zu gehen und nebenbei Pokémon zu spielen“, berichtet der Vater.

Zugegeben: Anders als in der Hochburg Hannover herrscht in Isernhagen in Sachen Pokémon-Go bisher eher Totentanz. Was daran liegen mag, dass man als Handyspieler in der Landeshauptstadt an jeder Ecke einen sogenannten Stop oder gar eine Arena vor sich hat. Solche virtuellen Attraktionen sind in Isernhagen zum Leidwesen der noch nicht so zahlreichen Nutzer eher seltener. Trotzdem gibt es auch in Isernhagen einige, die den Trend mitmachen. Die 16-jährige Michelle gehört dazu. Sie geht jetzt häufiger freiwillig mit den Familienhunden spazieren. So kann sie nebenbei auf ihrem Smartphone spielen und hat eine Beschäftigung.

Doch nicht jedes Handy ermöglicht den Spielspaß – das Spiel wird im Store erst gar nicht angezeigt. So erging es zum Beispiel der elfjährigen Antonija Taleja, die beim Sonnenbaden am Altwarmbüchener See die kleinen Pokémons gern mit Pokébällen einfangen würde. Die Bälle gibt es geschenkt an Stops, die der Spielehersteller meistens an Sehenswürdigkeiten platziert hat. Wenn man Level 5 erreicht hat, können die Pokémons sogar in Arenen gegeneinander kämpfen – aber in der Altwarmbüchener Mitte sind Spieler am dritten Ferienmontag Fehlanzeige. Lebhafter ist die Szene in der Nachbarstadt: In der Burgwedeler Facebookgruppe „hey30938“ tauschen sich Pokémon-Begeisterte schon seit Tagen aus – seit Sonntag gibt es gar eine seperate „PokémonGoBurgwedel“- Gruppe. Sie zählte bereits am späten Montagnachmittag 50 Mitglieder.

Von Laura Ebeling

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