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In den Kitas könnte es 2016 eng werden

Isernhagen In den Kitas könnte es 2016 eng werden

Bei den Kinderbetreuungseinrichtungen in Isernhagen wird es 2016 eng – daran ändert auch die neu eröffnete dritte Großtagespflege nichts.

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Vincent (1, vorn, links Mutter Nadine Kempf) und Bjarne (1, mit Mutter Simone Blome) probieren das neue Spielzeug aus, das die Gemeinde zur Eröffnung spendiert hat. Mit ihnen freuen sich Frank Niemeier (hinten links), Denis Siewert und Tagesmutter Silve Dumann.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen/Kirchhorst. Rein statistisch gibt es 497 Kinder in Isernhagen, die mit einem Alter von ein bis zwei Jahren einen Anspruch auf einen Krippenplatz in der Gemeinde haben. 183 Kinder besuchen bereits eine Krippe – weitere 163 wurden im Februar neu angemeldet. Zur Verfügung stehen aber bisher nur 210 Plätze. "Rechnerisch sieht das kritisch aus“, heißt es aus dem Rathaus dazu – aber: Hinzu kommen 100 Plätze bei Tagesmüttern, die den Bedarf abfangen oder zumindest überbrücken können. Zudem ruckeln sich die Zahlen noch zurecht – nicht jede Familie nimmt den ihr angebotenen Krippenplatz an. Beispielsweise, weil er nicht in der jeweiligen Wunscheinrichtung vorgehalten werden kann.

Mit Blick auf die Anmeldezahlen des Hortes steht aber schon jetzt fest: Das passt nicht. Auf die 220 Hortplätze, für die Eltern ihre Kinder jährlich neu anmelden möchten, gab es 300 Bewerbungen. Privaten Initiativen und einem Angebot der Volkshochschule ist es zu verdanken, dass die Eltern nicht vor ernsthafte Betreuungsprobleme gestellt werden. Politisch wird die Debatte um eine zukunftsfähige Lösung bald beginnen – aber einen Rechtsanspruch auf eine nachschulische Betreuung haben Eltern im Vergleich zu Krippe und Kindergarten nicht.

Kindergartenplätze gibt es in Isernhagen 676 – statistisch eine Versorgungsquote von 100 Prozent (ohne Flüchtlinge). 227 Neuanmeldungen liegen für das nächste Kindergartenjahr vor. Im Mai sollen die endgültigen Zahlen der Politik vorgelegt werden. Dann wird sich zeigen, wo Isernhagen neu planen oder bauen muss.

Neue Großtagespflege "Erdbeerbande" hat eröffnet

Zuvor waren in dem Gebäude noch Espresso-Maschinen repariert worden, doch jetzt klingt das Gelächter der Erdbeerbande durchs Haus: Die neue Großtagespflege an der Straße Großhorst in Kirchhorst ist bereits die dritte derartige Einrichtung in der Gemeinde.

"Groß“ ist allerdings eher eine Erwartung an die Zukunft – noch sind die einjährigen Bjarne und Vincent die einzigen Kinder, die bei Tagesmutter Silve Dumann ihre Eingewöhnungszeit absolvieren. "Das wird sich in den nächsten Wochen schon noch füllen“, zeigte sich der Erste Gemeinderat Frank Niemeier bei seinem Antrittsbesuch überzeugt.

Langfristig sollen drei Tagesmütter und Erzieherinnen zehn ein- und zweijährige Kinder in den Räumen betreuen, die auch dank eines 10 000-Euro-Zuschusses der Gemeinde renoviert werden konnten. Weitere 15 000 Euro hat der Träger, die gemeinnützige Maschseekinder-Gesellschaft aus Hannover, investiert, für die die Erdbeerbande bereits die sechste Einrichtung ist. Wert habe man dabei auf eine familienähnliche Einrichtung gelegt, erläuterte Maschseekinder-Geschäftsführer Denis Siewert. So findet sich beispielsweise der Essplatz wie zu Hause üblich in der Küche. Für Bjarnes Mutter Simone Blome war anderes entscheidend: einerseits der Frühdienst ab 7 Uhr, anderseits wollte sie für ihren Sohn eine kleine, familiäre Einrichtung.

Weitere Informationen gibt es auf maschseekinder.de.

Von Carina Bahl/Frank Walter

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