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Initiative kritisiert Fluglärm - Ministerium widerspricht

Isernhagen Initiative kritisiert Fluglärm - Ministerium widerspricht

Der Flughafen ist zu laut - vor allem nachts, da ist sich die Bürgerinitiative in Kirchhorst sicher und beruft sich auf eigene Messungen. Das Verkehrsministerium dagegen wiegelt ab und verweist auf Gewitter, die Krach gemacht haben sollen.

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Vor allem nachts sollen laut Bürgerinitiative viele Flugzeuge am Flughafen in Langenhagen zu laut sein.

Quelle: Julian Stratenschulte

Isernhagen. Die Gemeinde Isernhagen bittet für Donnerstag, 25. September, ab 18.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Fluglärm ins Rathaus nach Altwarmbüchen. Unter dem Titel „Auch über den Wolken darf der Fluglärm nicht grenzenlos sein“ wird Berthold Vogelsang vom Niedersächsischen Umweltministerium über die Überwachung des Fluglärms durch den Flughafen Hannover-Langenhagen berichten.

Der Fluglärm unter den Wolken - um genau zu sein im Ortsteil Kirchhorst - beschäftigt derweil weiterhin die örtliche Bürgerinitiative. Deren Sprecher Siegfried Lemke hatte sich mit den Ergebnissen der eigens von der Initiative betriebenen Messstelle in Kirchhorst an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gewandt. Seine Kritik: 220 nächtliche Ruhestörungen, die den im Fluglärmschutzgesetz vorgeschriebenen Lärmpegel von 68 Dezibel (A) überschritten haben, verzeichnete die Messstation im Juli - durchschnittlich sind das sieben Überschreitungen pro Nacht.

Dem widerspricht das Ministerium nun: Weil es sich beim Flughafen Langenhagen um einen bestehenden und nicht neuen oder deutlich umgebauten Flughafen handele, lege das Gesetz höhere Grenzwerte fest - und zwar 72 Dezibel (A). Zudem würden die Messungen des Flughafens die Ergebnisse der Initiative nicht bestätigen. Zwei besonders laute Ereignisse im Juli erklärt der Ministeriumssprecher mit einem Gewitter in dieser Nacht. Die mobile Messung in Kirchhorst 2013 habe zudem belegt, dass keine Gesundheitsgefährdung und kein Anspruch auf baulichen Schallschutz für die Kirchhorster bestünden.

Von Carina Bahl

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