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Kulturzelt ist einmalig in Isernhagen

Isernhagen Kulturzelt ist einmalig in Isernhagen

Isernhagen. In gut drei Wochen öffnet das Kulturzelt am Hufeisensee in Isernhagen H.B. Dann erwartet die Besucher zehn Tage Kultur pur. Über das Programm hat Initiator Fettah Diouri (60) vom Pavillon Hannover mit unserer Mitarbeiterin Carina Bahl gesprochen.

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Fettah Diouri vom Pavillon Hannover freut sich auf das Kulturzelt Isernhagen, das zehn Tage am Hufeisensee in H.B. stehen wird.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Herr Diouri, der Countdown für das Kulturzelt Isernhagen läuft. Sind Sie sehr im Stress?

Stress lassen wir gar nicht erst zu. Wir reden uns täglich ein, dass es morgen losgeht, damit wir nichts vertrödeln. Außerdem sind wir ja alte Hasen. Inzwischen können wir sagen: Wir sind bereit. Es kann losgehen.

Hier am Hufeisensee weist außer einem Banner aber noch gar nichts auf das zehntägige Event hin. Wann kommt denn das Zelt?

Die Gemeinde hat die schöne Fläche auf der Landzunge bereits ebnen lassen. Am 29. August wird das Zelt aufgebaut.

Wie sieht ein Kulturzelt aus?

Es handelt sich um ein richtiges Zirkuszelt mit 22 Metern Durchmesser. Insgesamt passen dort Stühle für 350 Besucher hinein. Rund um das Zelt wird es Essen, Trinken und Feuerkörbe geben, damit es auch draußen gemütlich wird. Die Idylle direkt am See ist einfach perfekt.

Direkt am See ist sicherlich schön – aber ist die Ortsrandlage nicht eher ein Nachteil?

Ich glaube nicht. Die Isernhagener kennen und lieben den Hufeisensee. Zudem gibt es viel Natur und ausreichend Parkplätze. Die Lage ist etwas sehr besonderes – das hatten wir noch bei keinem Kulturzelt.

Kulturzelt – können Sie noch einmal erklären, was sich hinter dem Projekt konkret verbirgt?

Wir können vom Pavillon aus ins Umland gehen und zeigen, was Kultur ist. Oder aber, und das macht viel mehr Spaß, wir gehen raus und machen mit den Menschen gemeinsam Kultur. Darum geht es.

Was bringt das Kulturzelt Ihnen und den Beteiligten?

Wir hinterlassen nachhaltig ein Netzwerk der Kulturschaffenden. Die Künstler lernen sich kennen, und auch die Bürger haben so die Gelegenheit, an einem Ort die Kunstschaffenden aus ihrer Gemeinde zu sehen. Das bringt Vorteile für alle.

Sie haben schon viele Kulturzelte organisiert – was macht Isernhagens Variante besonders?

Die Isernhagener wissen einfach, was Kultur ist. Sie lieben sie, leben sie und sind hungrig nach ihr. Selten hatten wir so viel Beteiligung und eine so weite Bandbreite an Künstlern.

Mehr als 20 Auftritte wird es während der zehn Tage geben. Welches ist Ihr Geheimtipp?

Es ist einfach alles toll.

Das müssen Sie ja als Veranstalter sagen...aber haben Sie nicht doch einen Tag im Kopf, an dem jeder Isernhagener dabei sein sollte?

Dann würde ich sagen, beim „Isernhagen-Spezial“ am 6. September. An diesem Abend werden sich viele junge Künstler aus der Gemeinde präsentieren – moderiert von der fantastischen La Signora.

Kommen wir zur nächsten Frage...

Halt! Und das Rudelsingen muss man erleben. Das wird fantastisch.

Rudelsingen – das müssten Sie erklären.

An diesem Abend sind alle Duschensänger gefragt, jeder, der laut zum Radio mitsingt, aber nicht im Chor ist oder auf einer Bühne stehen will. Im Kulturzelt werden die Texte an eine Leinwand gestrahlt, auf der Bühne werden drei Moderatoren die Besucher anheizen, und alle dürfen laut gemeinsam singen. Das ist ein Riesenspaß.

Und die Besucher müssen dabei dann auch auf Stühlen sitzen?

Nein. Nicht bei allen Veranstaltungen stellen wir die Stühle auf – gerade bei Konzerten wollen die Besucher tanzen. Täglich wird neu auf- und abgebaut.

Das klingt nach viel Arbeit. Wie viele Helfer haben Sie?

Wir kommen mit gut 20 Personen. Bei so einem Kulturzelt muss alles Hand in Hand laufen, jeder muss wissen, was er tut. Wir haben da gute Fachleute.

Haben Sie schon einen Platz für Ihren Wohnwagen ausgesucht – viel Zeit zum Schlafen bleibt dem Kulturzelt-Chef jawohl nicht?

So ein Wohnwagen wäre echt eine gute Idee. Ich habe nur leider keinen. Wenn mir ein Isernhagener einen hinstellt, ziehe ich sofort ein... (lacht)

Gibt es denn einen Backstage-Bereich für die Künstler?

Ja. Das wird quasi das Zelt hinter dem Zelt werden. Aber eine Toilette gibt es im Zelt nicht, oder? Nein. Die DLRG-Toiletten am See sind aber schnell erreichbar und barrierefrei.

Was dürfen die Besucher denn kulinarisch erwarten?

Das verraten wir noch nicht. Aber das Seehaus übernimmt das Catering und wird täglich mit einem Stand für das leibliche Wohl sorgen. Das schmeckt, das verspreche ich Ihnen.

Der Vorverkauf für die Veranstaltungen läuft bereits. Muss man sich bereits beeilen, um noch Karten zu bekommen?

Es gibt durchaus Auftritte, die sehr gut laufen. Zum Beispiel „Les Misérables“ vom Vokalensemble Isernhagen. Aber die Abendkasse wird dennoch jeden Tag öffnen: Dafür werden 50 Karten pro Auftritt reserviert.

Die Bandbreite reicht von Comedians über einen Familientag, lateinamerikanische Sänger bis hin zu Bauchrednern und dem Pantomimen Peter Mim aus Isernhagen. Haben Sie auch jemanden ablehnen müssen?

Ja. Denn es gibt immer wieder Künstler, die denken, wir haben die Taschen voller Geld und können sie teuer bezahlen. Das ist nicht so. Das Projekt Kulturzelt kostet sehr viel – eine schwarze Null am Ende wäre schon toll.

Diese Frage muss in Isernhagen sein: Sind auch Pferde dabei?

Natürlich. Das gehört zur Gemeinde dazu. Bei der Eröffnung werden Pferde Teil des Programms sein – allerdings vor dem Zelt.

Zum Abschluss schieben wir mal einen kleinen Werbeblock ein. Warum sollte man das Kulturzelt Isernhagen besuchen?

Ganz einfach: Erst einmal sind wir hier alle lieb und nett (zwinkert). Und dann bietet das Kulturzelt das perfekte Programm für jede Altersklasse, liefert ein tolles Zusammenspiel der Künstler und Kulturschaffenden aus der Gemeinde und vor allem: Wir kommen nur ein einziges Mal. Wer das verpasst, ist selber schuld.

Vorverkauf läuft

Der Vorverkauf für das Kulturzelt Isernhagen vom 1. bis 10. September läuft bereits auf Hochtouren. Das Projekt, das vor allem von Vereinen, Künstlern und Schulen aus Isernhagen gestaltet wird, ist eine Initiative des Pavillon Hannover. Das komplette Programm findet sich im Internet auf kulturzelt-in-der-region.de. Dort können auch Karten (außer für „Les Misérables“) bestellt werden – zuzüglich einer Vorverkaufsgebühr. Wer persönlich Karten für einzelne Auftritte kaufen möchte, kann das in den Sparkassen in Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen und N.B., im Isernhagenhof an der Hauptstraße 68 in F.B., in der Buchhandlung Böhnert in H.B. sowie im Rathaus in Altwarmbüchen tun. In diesem Fall entfällt die Gebühr, um Isernhagenern einen „Heimvorteil“ zu verschaffen. Das Programmheft liegt zudem an öffentlichen Stellen in der Gemeinde aus.

Von Carina Bahl

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