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Bau der Unterkunft verzögert sich

Isernhagen Bau der Unterkunft verzögert sich

Immer höhere Flüchtlingszahlen stellen die Gemeinde Isernhagen vor große Herausforderungen. Gut, wenn man da nicht nur durch ein Helfernetzwerk riesige ehrenamtliche Unterstützung erfährt, sondern auch personelle Lücken in der Verwaltung schließen kann.

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Neu im Rathaus: Ilse Baxmann und Thomas Jüngst.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. 363 Flüchtlinge bis Ende Januar – diese neue Zahl nannte jetzt Bürgermeister Arpad Bogya. Damit wird die Gemeinde innerhalb weniger Monate fast doppelt so viele Neuankömmlinge unterbringen müssen wie aktuell – momentan sind es 189. Die Zuweisungsquote für Isernhagen resultiert aus der Ende August bekannt gewordenen Prognose des Bundes, der mittlerweile bis Jahresende mit 800?000 Asylanträgen deutschlandweit rechnet. Klar ist mittlerweile auch, dass die geplante Sammelunterkunft in Isernhagen F.B. erst deutlich später fertig werden wird als bislang geplant – statt Ende des Jahres wird es Frühjahr werden. Grund dafür ist die nach Anwohnerprotesten erfolgte Verkleinerung auf lediglich ein Gebäude. Anstelle von 54 sollen am Lohner Weg maximal 36 Flüchtlinge untergebracht werden. „Wir mussten komplett neu planen“, erläuterte der Erste Gemeinderat Frank Niemeier. Derzeit verhandelt die Gemeinde mit dem Investor, der Bauantrag liegt fertig in der Schublade. Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, können die Handwerker anrücken. Von sechs Monaten Bauzeit müsse man bei einem Massivbau ausgehen, so Niemeier. Die zweite geplante Sammelunterkunft für rund 60 Bewohner an der Varrelheide in Altwarmbüchen soll ebenfalls schnellstmöglich errichtet werden. Auch weiterhin sucht die Gemeinde zusätzlich privaten Wohnraum für die Unterbringung von Asylbewerbern.

Hochmotiviert an die neuen Aufgaben

Die Unterbringung der Neuankömmlinge ist das eine, die Integration gerade der Flüchtlingskinder in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendzentren das andere. Bürgermeister Arpad Bogya sprach von einer regelrechten „Welle,“ die auf diese Einrichtungen zurolle. Um so mehr freute es ihn, mit Ilse Baxmann und Thomas Jüngst zwei entscheidende Stellen im Rathaus wieder besetzt zu haben.

Ilse Baxmann, die 24 Jahren lang in unterschiedlichen Funktionen bei der Stadt Hemmingen tätig war, leitet in Isernhagen seit Mitte August den Bereich Kindertagesbetreuung mit rund 70 Mitarbeitern. Die große Nachfrage nach Krippenplätzen gelte es auch über die Betreuung bei Tagesmüttern abzufedern, sagte sie bei ihrer Vorstellung. Nachdem gerade zwei Verwaltungsmitarbeiter drei Wochen lang gerechnet hatten, um die Erstattung der Elternbeiträge für die Zeit des jüngsten Kita-Streiks in die Wege zu leiten, drohe möglicherweise eine neuerliche Streikrunde. „Ende September erfahren wir mehr“, sagte Baxmann.

Als neuer Jugendpfleger hat vor wenigen Tagen Thomas Jüngst seine Arbeit im Rathaus aufgenommen, er ist verantwortlich für 16 Mitarbeiter. Der 40-Jährige, der zuletzt beim Regionsjugendring tätig war und dort reichlich Erfahrungen im „Netzwerken“ sammeln konnte, sieht die Integration der Flüchtlingskinder wie in den Kitas und Schulen auch für die Jugendpflege als „ganz großes, langfristiges Thema“. In zwei der fünf Jugendzentren in Isernhagen gibt es bereits Integrationsgruppen.

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