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CDU will Grundschulbezirke aufheben

Isernhagen CDU will Grundschulbezirke aufheben

Wie soll sich die Gemeinde bei der Nachmittagsbetreuung von Grundschülern künftig aufstellen? Nach einer Elternbefragung im März plädierte die Verwaltung für die Einrichtung einer offenen Ganztagsschule in N.B. Die CDU wiederum beantragt nun, dort eine teilgebundene Ganztagsschule einzurichten.

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Verlässlich, offen, teilgebunden? Über die künftige Form der Grundschule Isernhagen N.B. sind sich Verwaltung und Politik noch nicht einig.

Quelle: Symbolfoto: dpa

Isernhagen. Laut des Antrags der CDU soll dafür in H.B. die verlässliche Grundschule – sprich: bis 13 Uhr – beibehalten werden. Um Eltern die Wahl zu lassen, sollen zudem die Grundschulbezirke in den Altdörfern aufgehoben werden.

„Der Runde Tisch hat leider nicht das klare Ergebnis erbracht, das wir Politiker uns als Zuschauer erhofft hatten“, betont Heinrich Bätke (CDU) zum Antrag seiner Fraktion. Nach der Elternbefragung hatten sich Verwaltung, Schulleitung, Lehrer-, Elternvertretung und die Politiker getroffen, um das Ergebnis zu beraten. „Es gibt verschiedene Meinungen und Bedürfnisse“, resümiert Bätke die Diskussion hinter verschlossenen Türen.

Einerseits gebe es viele Eltern, die gar keine Betreuung nach 13 Uhr für ihre Kinder bräuchten – nur 60 Prozent der Eltern aus dem Grundschulbezirk in N.B. hatten den Bedarf im Fragebogen angekreuzt. Bei einem offenen Konzept würde das berücksichtigt: Eltern würden für ein halbes oder ganzes Schuljahr wählen können, ob und an wie vielen Tagen ihre Kinder das Nachmittagsangebot besuchen sollen. „Aber vielen Eltern ist gar nicht klar, dass diese Anmeldung bindend ist und eine Schulpflicht auslöst“, betont Bätke. Die meisten würden davon ausgehen, dass in einer offenen Ganztagsschule die Praxis wie im Hort wäre – wer früher abholen will, tut das. Wer nicht kommt, bleibt weg. „Selbst wenn das auch im Hort nicht sein sollte.“

Auf jeden Fall sei für die Schule, so ist sich die CDU jetzt sicher, die offene Variante mehr als unattraktiv. „Das sorgt für viel Unruhe, weil sich die Anzahl und die Zusammensetzung der Schüler, die am Nachmittag bleiben, ständig ändern würden“, so Bätke. Verlässlichkeit in der Planung – vom Nachmittagsprogramm bis hin zum Personal – sei nicht gegeben. „Ein gutes pädagogisches Konzept wäre wohl nur mit einer teilgebundenen Ganztagsschule möglich.“ In dieser Schulform würden alle Kinder verpflichtend an zwei Tagen das Nachmittagsangebot wahrnehmen müssen, auch Unterricht könnte in diese Zeit verlegt werden.

Einig sind sich Verwaltung und CDU, dass man niemanden zu einer Nachmittagsbetreuung zwingen möchte. Für die CDU liegt die „beste Lösung“ laut Bätke daher nun in der Auflösung der Grundschulbezirke in den Altdörfern. Wenn die Friedrich-Dierks-Grundschule in H.B. eine verlässliche bleibe und nur bis 13 Uhr öffne, in N.B. aber eine teilgebundene Ganztagsgrundschule vorgehalten würde, hätten die Eltern in den Bauerschaften ohne festgelegte Bezirke die freie Wahl. Dass die Kinder im Zweifelsfall weitere Wege zur Schule zurücklegen müssten, sieht die CDU unkritisch. „Kurze Beine, kurze Wege – das gilt in den Altdörfern schon jetzt nicht“, weiß Bätke mit Blick auf das Straßendorf. Ob das Kind mit dem Auto ein Dorf weiter gefahren werden müsste, mache keinen Unterschied.

Der Schulausschuss wird am Dienstag, 30. Mai, ab 18 Uhr öffentlich im Rathaus über den CDU-Antrag beraten. Bürger können zu Beginn Fragen stellen.

Von Carina Bahl

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