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Wohin mit den Radfahrern?

Isernhagen H.B./N.B. Wohin mit den Radfahrern?

Als Alternative zu einem Fahrradschutzstreifen auf der Landesstraße 381, den viele Bürger und Politiker als zu gefährlich ablehnen, rückt der Bau eines neuen Geh- und Radweges auf der Ostseite in den Fokus. Das Land hat jetzt sein grundsätzliches Einverständnis signalisiert.

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Einen durchgehenden Gehweg, den auch Radfahrer nutzen dürfen, gibt es bislang nur auf der Westseite der Burgwedeler Straße.

Quelle: Archivbild: Frank Walter

Isernhagen H.B./N.B.. „Die handelnden Personen sind im Gespräch“, berichtete Bürgermeister Arpad Bogya in der jüngsten Ratssitzung. Auslöser dafür ist ein interfraktioneller Arbeitsauftrag von CDU, SPD, FDP und Grünen. Die Gemeindeverwaltung soll mit dem Land als Straßenbaulastträger sprechen, damit bei der anstehenden Fahrbahnsanierung der L 381 auch der westlich verlaufende Geh- und Radweg mitsaniert wird. Außerdem solle ein Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Geh- und Radweges auf der Ostseite angestrebt werden. Damit erhielten Radfahrer die Möglichkeit, sich in Fahrtrichtung Großburgwedel legal neben der Straße zu bewegen.

Bislang allerdings existiert auf der Ostseite nur in Teilen ein Gehweg. „Das ist ein historisch entstandener Flickenteppich“, wie es Lutz Fielbrand aus dem Bau- und Planungsamt der Gemeinde ausdrückt. Für den weiteren Ausbau auf Grundstücken, die fast ausschließlich im Eigentum des Landes liegen, müssten Gräben verrohrt werden. Südlich der Einmündung der Weidenstraße stehen Häuser teils nur einen Meter neben dem Fahrbahnrand, an anderer Stelle blockieren Bäume die mögliche Trasse. „Jeder Abschnitt hat seine Eigenarten“, so Fielbrand. Dennoch sei es aus Sicht des Bau- und Planungsamtes denkbar, die seit Jahren bekannten Gehweg-Lücken einzeln anzugehen. Nötig dafür sei Geld im Haushalt, um Ingenieurbüros mit der Planung zu beauftragen.

Die Gemeinde schlägt vor, als ersten Schritt pauschal eine Summe von 50.000 Euro im Haushalt 2017 einzustellen. Die CDU werde sich dafür starkmachen, äußerte sich Fraktionschef Helmut Lübeck mit Blick auf die Haushaltsklausur des Rates am nächsten Wochenende. Und angesichts des interfraktionellen Antrags „hoffe ich dafür auch auf eine Mehrheit“.

Dem für Maßnahmen dieser Größenordnung notwendigen Planfeststellungsverfahren hat die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in einem Schreiben jetzt grundsätzlich zugestimmt. „Wir warten auf das, was die Gemeinde an uns heranträgt“, sagt Julia Fundheller, stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs Hannover der Landesbehörde. Sinn mache auf jeden Fall, die Fahrbahnsanierung der L 381 und den neuen Gehweg gemeinsam zu planen. Besondere Eile ist dabei nicht vonnöten: Zwar ist die L 381-Sanierung aktuell bereits für 2018 eingeplant. Laut Fundheller ist aber schon absehbar, dass der aktuelle Etat nicht für alle Maßnahmen reichen wird, die für dieses Jahr geplant sind – womit auch der L 381-Sanierung eine Verschiebung ins Jahr 2019 droht.

Eher schlecht sieht es für die Umsetzung einer jahrzehntealten Idee aus, die die Isernhagener Politik jetzt ebenfalls wieder auf die Tagesordnung gehoben hat: den Bau einer Umgehungsstraße, um den Durchgangsverkehr von der stark belasteten Ortsdurchfahrt in H.B. und N.B. zu bekommen. Enden müsste die Umgehungsstraße irgendwo auf Langenhagener Gebiet, doch dort sind Bürgermeister Bogya und Bauamtschefin Heike Uphoff keine offenen Türen eingerannt. Auch wenn Schriftliches noch folge, „die mündlichen Aussagen sind deutlich gewesen“, berichtete Bogya jetzt in der Ratssitzung. Die Langenhagener Stadtverwaltung habe kein Interesse am Bau einer Umgehungsstraße gezeigt, werde den Plan aber dennoch den Politikern der Stadt vorstellen.

Von Frank Walter

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