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L381: Doch noch Chance auf Tempo 30

Isernhagen H.B./N.B. L381: Doch noch Chance auf Tempo 30

Lärmgeplagte Anwohner der Burgwedeler Straße können weiter auf eine Verkehrsberuhigung hoffen: Der Modellversuch "Tempo 30 in Niedersachsen" ist nicht gestoppt, Isernhagen wird sich wie andere Kommunen also doch bewerben können.

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Viele Lastwagen, viel Lärm: H.B.er und N.B.er leiden unter dem Verkehr auf der L381.

Quelle: Archivbild: Frank Walter

Isernhagen H.B./N.B.. Die Nachricht der Gemeindeverwaltung im Ortsrat H.B., dass das Modellprojekt gestoppt und „wahrscheinlich gestorben“ sei, hat Marco Brunotte (SPD) verwundert. Der Landtagsabgeordnete hat nachgefasst und eine andere Nachricht für die Menschen in Isernhagen H.B. und N.B.: Das Modellprojekt sei nicht gestoppt, auch Isernhagen werde sich um eine Teilnahme mit der L381 bewerben können.

Das bestätigt jetzt das Verkehrsministerium in Hannover:  Krankheitsbedingt liege man zwar tatsächlich ein paar Wochen zurück. "Dennoch arbeiten wir an der Umsetzung des Projektes zügig weiter, damit wir 2018 starten können", so Sprecherin Sabine Schlemmer-Kaune. Voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli würden die Kommunen aufgefordert werden, ihr Interesse zu bekunden. Zeitgleich solle das Ausschreibungsverfahren für die Gutachtenvergabe starten. Nachdem die Kommunen sich beworben haben werden, würden die Bewerbungen geprüft, danach werde man den Runden Tisch - ein 25-köpfiger Expertenkreis - um ein Ranking bitten.

Die Gutachtenvergabe wird sich - da EU-weit ausgeschrieben werden muss - voraussichtlich bis Ende März 2018 hinziehen. Das Gutachterbüro soll dann auf der Grundlage des Rankings entscheiden, welche Strecke in welcher Kommune konkret in das Modell einbezogen wird. "Angepeilter Projektstart ist nach wie vor 2018", so Schlemmer-Kaune.

Neuigkeiten gibt es ebenfalls aus dem Hause Rossmann in Großburgwedel. Auch Lastwagen des Drogerie-Riesen nehmen immer wieder den Weg über die ohnehin viel befahrene L 381, obwohl die A 7-Auffahrt direkt neben der Firmenzentrale liegt. Der H.B.er Ortsbürgermeister Simon Müller (CDU) hatte deshalb kürzlich mit dem Logistik-Geschäftsführer Michael Rybak gesprochen - und war dort auf offene Ohren gestoßen: "Wir sind sicherlich ein Teil des Problems und nehmen das Anliegen der Isernhagener absolut ernst", sagte Rybak auf Nachfrage. Er werde eine Versammlung bei Rossmann nutzen, um die Fahrer dafür zu sensibilisieren. Allerdings verfüge das Unternehmen am Standort lediglich über 20 bis 25 eigene Sattelzüge, und auf die Fahrtrouten von Fremdfirmen könne man keinen Einfluss nehmen.

Grundsätzlich gebe die Tourenplan-Software vor, die nahe A7-Auffahrt zu nutzen, so Rybak - und gegenüber dem Faktor Zeit spiele die Mautgebühr eine untergeordnete Rolle. Durch H.B. sollten nur die Rossmann-Lastwagen rollen, die Filialen in Langenhagen und in einigen Bereichen Hannovers beliefern. Anders sehe es aus, wenn sich der Verkehr auf der A7 staue. Dann sei die L381 die offizielle Ausweichstrecke.

Isernhagenern, die trotzdem meinen, dass übermäßig viele Rossmann-Lastwagen die L381 nutzen, machen Müller und Rybak ein Angebot: Wer möchte, kann Lastwagen mit Datum, Uhrzeit und Kennzeichen per E-Mail an obm@isernhagen-hb.de melden. Rybak will dann nach den Gründen forschen. Logistik-Chef und Ortsbürgermeister sind sich allerdings einig, dass dies nicht - wie bereits einmal geschehen - darin münden dürfe, dass Bürger Lastwagenfahrer verfolgten, um zu sehen, ob sie tatsächlich eine nahe Filiale ansteuerten - oder aber doch den Weg zur Autobahn 2 abkürzten.

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