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Mit Seepferdchen in die Badesaison

Isernhagen Mit Seepferdchen in die Badesaison

Das Symbol zeigt nur ein kleines Meerestier, in Knallorange gestickt auf ein wohl nicht allzu teures Stück Stoff – aber es weckt seit gefühlten Ewigkeiten Begeisterung über alle Kulturgrenzen hinweg: das Seepferdchen.

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Thomas Jüngst (von links), Anne Nickisch und Ute Schaumann gratulieren den Kindern zum Seepferdchen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. So verwunderte es nicht, dass die sechs Flüchtlingskinder, die am Mittwochmittag aus dem Hallenbad in Altwarmbüchen kamen, sich aber auch ganz und gar nicht von den jungen Deutschen unterschieden – stolz rannten sie mit leuchtenden Augen in die Arme ihrer Eltern, wollten den Aufnäher und die dazugehörige Urkunde gar nicht mehr aus der Hand geben. Denn jetzt können sie sagen – und allen mit ihrer Badekleidung zeigen: „Ich kann schwimmen!“

Und dennoch haben Rojhat, Zilan, Achlan, Adriano, Hihat und Nihat einen anderen Weg als ihre Freunde aus dem Schwimmkurs ins Wasser genommen. „In ihren Heimatländern kann so gut wie niemand schwimmen“, weiß Jugendpfleger Thomas Jüngst nur zu gut. „Umso wichtiger ist es uns von der Jugendpflege, möglichst allen Flüchtlingen das Schwimmen beizubringen.“ Mit den sechs Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren sei der erste Schritt getan. Eine Fortsetzung sei bereits für Herbst geplant. „Wir haben schon Kursplätze geblockt“, sagt Jüngst. Denn Ziel sei es nicht, ein Extra-Angebot für Flüchtlinge zu schaffen, sondern die jungen Migranten gemeinsam mit den Deutschen ins Wasser zu schicken. „Die ersten Freundschaften sind schon entstanden“, sagt Jüngst – und der integrative Gedanke so voll und ganz aufgegangen.

Finanziell unterstützt hat den Schwimmkurs dabei auch die Bürgerstiftung Isernhagen gemeinsam mit dem Helfernetzwerk: „Wenn die Kinder jetzt im Sommer mit ihren Freunden an den See gehen, können sie schwimmen“, betont Ute Schaumann von der Bürgerstiftung. „Isernhagen hat viele Seen, und die Gefahr ist dann besonders für ausländische Kinder, die meistens nicht schwimmen können, groß.“ Diese Sorge muss sich um die frischen Seepferdchen-Besitzer jetzt keiner mehr machen.

Von Carina Bahl

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