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Bagger macht Platz für neue Firmen

Isernhagen Bagger macht Platz für neue Firmen

Isernhagen boomt – und macht, nachdem sich im Gewerbegebiet „Nördlich Altwarmbüchener See“ mehrere Firmen eingekauft haben, derzeit mit dem Bagger Platz für Neues. Die alteingesessene Firma Gehlhaar muss indes ihre dort angepachteten Baumschulflächen aufgeben.

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Hier stand bis Dienstag noch ein altes Wohnhaus - die Gemeinde Isernhagen will die Gewerbeflächen zwischen der Deutschlandzentrale der Toyota-Gablersparte (links) und dem Pappelweg in Altwarmbüchen vermarkten.

Quelle: Martin Lauber

Isernhagen. Nur noch ein Haufen Klinker und Dachpfannen sind seit Dienstagnachmittag übrig vom Wohnhaus der Schmidts, das sich links der Deutschland-Zentrale der Toyota-Gabelstaplersparte im Grünen versteckt hatte. Die Eigentümerfamilie wollte zwischen Lieferverkehr und Firmenneubauten nicht wohnen bleiben. Die Gemeinde, die die Fläche als Gewerbeland teuer veräußern möchte, zahlte ihr einen Preis, den Michael Gehlhaar – "Die wollten Baulandpreise" – mit Pflanzenanbau beim besten Willen nie hätte amortisieren können.

Statt zu erweitern, muss Gehlhaar sich nun mit seinen 10.000 Quadratmetern Baumschulfläche zum Jahresende sogar ganz aus der attraktiven Kernrandzone von Altwarmbüchen zurückziehen – und zwar "ausgesprochen ungern", denn Ersatzland hat er bislang noch nicht gefunden. Am liebsten würde er, um allzu lange Wege zum Geschäft zu vermeiden, die Baumschule im Ort belassen und Sträucher und Bäume westlich der Neuen Wietzeaue neu anpflanzen. Die jetzige Pachtfläche an der Hannoverschen Straße muss Gehlhaar räumen – sie gehört der Gemeinde Isernhagen.

Und diese hat vor, so Wirtschaftsförderer Michael Frerking, im attraktiv zwischen drei Autobahnen gelegenen Gewerbegebiet "Nördlich Altwarmbüchener See" soviel neue Steuerkraft und neue Arbeitsplätze zu generieren wie möglich. Noch steht der neue Bürokomplex von Agco Finance im 3,5 Hektar großen Gewerbegebiet allein da, aber zwischen Toyota im Westen und dem Pappelweg im Osten hat die Kommune in jüngster Zeit weitere 8000 Quadratmeter Gewerbeflächen an vier Firmen veräußert, die Frerking zufolge allesamt Bürogebäude errichten wollen. Namen nennt er nicht, solange die Verkäufe noch nicht vom Notar beurkundet sind. Bis wann sich das gesamte Gebiet füllen wird, dafür gebe es bewusst keine Zeitschiene. Man sei in Gesprächen.

Vor dem Hintergrund, dass die Kommune nur noch sehr begrenzt Gewerbegebiete ausweisen könne, "suchen wir ganz gezielt", erklärt er. Außer Steuerkraft und Arbeitsplätzen könne dabei durchaus auch der Architektenentwurf für einen Firmenneubau ausschlaggebend sein – "da stehen wir bei den Ansässigen im Wort".

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