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Zwei "Ermöglicher" treten ihren Dienst an

Isernhagen Zwei "Ermöglicher" treten ihren Dienst an

"Der Bedarf ist gestiegen“, erklärt Silvia Voltmer von der Gemeinde, warum neben Jörg Lohmann nun zwei weitere Schulsozialarbeiter bei im Dienst sind. Franziska Hartmann soll sich um die Kinder an Haupt-, Real- und Integrierter Gesamtschule kümmern. Dietmar Korth wird in den Grundschulen helfen, Anträge für das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu stellen.

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Franziska Hartmann und Dietmar Korth sind die beiden neuen Schulsozialarbeiter in Isernhagen – Hartmann ist zuständig für die Haupt-, Real- und integrierte Gesamtschule, Korth für die Grundschulen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. Ob finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten, Nachhilfestunden oder für Angebote im Sport- oder Musikverein: „Wir verstehen uns als Ermöglicher“, betont Korth. Chancengleichheit laute dabei der Schlüsselbegriff. Der Antrag auf BuT-Mittel sei schnell ausgefüllt – „aber die Schamgrenze bei den Betroffenen ist hoch. Niemand sagt gern: Ich bin bedürftig.“ Deshalb aber die eigenen Kinder auf wichtige und schöne Dinge verzichten zu lassen, könne nicht die Lösung sein.

Als primäre Aufgabe verstehen die beiden Sozialarbeiter es daher, den Bedarf bei den Schülern zu erkennen und eine Beratung sowie Hilfestellung in die Wege zu leiten. Hartmann bringt mit ihren 24 Jahren bereits viel Erfahrung mit – sowohl als Sozialarbeiterin an einer Haupt- und Realschule als auch für Flüchtlinge in einer Kommune. Korth hingegen bezeichnet sich selbst als „alten Hasen“ – kann der 54-Jährige doch schon auf 26 Jahre in der Sozialarbeit zurückblicken.

Vor allem für die Flüchtlinge an den Schulen gilt es, viele Anträge auszufüllen – nicht zuletzt, um die notwendigen Fördermittel für die Sprachlerngruppen zu generieren. „Wir haben aber auch viele Zuzüge aus dem europäischen Ausland“, betont Voltmer. „Diese Kinder können oft auch kein Deutsch, fallen aber durchs Raster bei den Sprachlernklassen für Flüchtlinge.“ Umso wichtiger sei auch dort die Unterstützung aus BuT-Mitteln. Aber auch die Isernhagener nehmen die Fördermöglichkeiten mittlerweile vermehrt in Anspruch.

Gut zu tun haben die beiden Neuen also auf jeden Fall, zumal sie sich auch für die „normale“ Schulsozialarbeit verantwortlich fühlen. „Beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oder wenn Kinder nicht mehr zur Schule kommen – wir sind da“, verspricht Korth. Quasi als „Sensoren“ für Schulleitung und Gemeinde. Die Vorfreude auf ihre Arbeit in Isernhagen ist den beiden, die bereits ihre Vorstellungsrunden in den Schulen absolviert haben, anzumerken. „Schule ist der einzige Ort, an dem man wirklich alle Kinder erreicht“, beschreibt es Hartmann. Und genau das wollen sie.

Von Carina Bahl

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