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Grünes Rad weist auf Gefahren für Radler hin

Isernhagen Grünes Rad weist auf Gefahren für Radler hin

Zum Abschluss ihrer Aktion "Grünes Fahrrad" haben Isernhagens Grüne und der ADFC ein solches an einem als besonders gefährlich eingestuften Radweg platziert - an der K 112 zwischen Kirchhorst und Altwarmbüchenim Bereich der A-7-Auffahrt.

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Wo Autos und Fahrradfahrer sich treffen: An der Auf- und Abfahrt nach Altwarmbüchen herrscht laut Grünen eine große Unsicherheit, wer Vorfahrt hat.

Quelle: Kai Schuntermann

Isernhagen. Seit Anfang Juli hatte das grün angepinselte Fahrrad in der Gemeinde insgesamt elf Mal seinen Standort gewechselt. Es steht für das gleichnamige Projekt der Isernhagener Grünen und soll auf Verkehrssituationen aufmerksam machen, die aus Sicht der Partei für Radfahrer gefährlich sind.

An einem solchen Ort trafen sich zum Abschluss der Aktion am Montagabend der verkehrpolitische Sprecher der Regionsfraktion, Stefan Winter, und die Isernhagener Grünen-Kandidaten für die Regionsversammlung Fabian Peters, Jessica Rothhardt und Eike Lengemann. Auch Sigrun Bilges und Antje Schenke, die für die Aktion verantwortlich zeichnen, sowie Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) Isernhagen waren vor Ort. Gemeinsam wollte man hinweisen auf eine Stelle, die im Laufe des Projekts als besonders risikoreich identifiziert wurde.

Die Rede ist von den Radwegen beiderseits der K 112 zwischen Kichhorst und Altwarmbüchen, dort wo sie den Zubringer der A7 passieren. Auf der Brückenüberführung sind beide Radweg  unterbrochen, sodass die von der A 7 kommenden Autos Vorfahrt haben. Da sie aber den Verkehr auf der K 112 passieren lassen müssen, stehen sie häufig auf dem Radweg und versperren so den Fahrrädern den Weg.

Noch brenzliger ist aus Sicht der Grünen aber die Situation mit dem Autos, die von der Kreisstraße nach rechts auf die Autobahn einbiegen. Sie würden von Radlern allenfalls aus dem Augenwinkel wahrgenommen und stellten eine echte Gefahr dar, betonte Rothhardt. Nach Meinung von ADFC-Sprecher Klaus-Jürgen Hammer hätte der Radweg in diesem Bereich anders gebaut werden müssen. Erst durch die Abschwenkung des Radweges von der K 112 weg sei die bestehende unbefriedigende Vorfahrtsregelung rechtlich überhaupt möglich. Der ADFC-Mann propagiert stattdessen einen parallel zur Kreisstraße führenden Radweg. Denn bei diesem müssten die Autofahrer Vorfahrt gewähren, erklärte der ehemalige Polizist die rechtliche Situation.

Viele Autofahrer wüssten gar nicht um ihr Vorfahrtsrecht und hielten im Einmündungsbereich ebenso an wie die Radfahrer, haben die Grünen beobachtet. "Momentan herrscht hier eine große Unsicherheit", stellte Langemann fest. Die Lösung wäre eine eindeutige Vorfahrtregelung zu Gunsten der Radfahrer, waren sich Radfahrerclub und Grüne einig.

Winter äußerte den Wunsch, mehr in den Alltagsradverkehr zu investieren, um Radfahren attraktiver zu machen. Der Grünen-Ortsverband Isernhagen fordere seit mehreren Jahren eine Verbesserung anhand eines Maßnahmenplans samt konkreter Kosteneinschätzungen und werde sich auch weiter dafür einsetzen, versprach Fabian Peters.

Weitere Mängel mit grünem Fahrrad markiert

Der Bach neben dem Pfad der Menschenrechte zwischen Lohne und Neuwarmbüchen unterspüle den Boden. Das sorge für aufgerissen Asphalt und erschwere das Fahren auf dem Radweg, monieren die Grünen. Viele Passanten forderten eine Erneuerung der Strecke. Eine Problemstelle wurde am  an der Burgwedeler Straße in H.B. in Richtung Großburgwedel mit dem grünen Rad markiert. Dort endet der Radweg ohne ein Hinweisschild. Die Grünen fordern die Fortführung des Radweges bis zum Ortsausgang und Hinweisschilder, wo die Landesstraße gefahrlos überquert werden kann. In N.B. müssen sich Radler im Zentrum einen engen Weg mit Fußgängern teilen. Viele Radfahrer weichen laut Mängelliste der Grünen dort auf die Fahrbahn aus. Auch in Lohne stand das grüne Rad: Der Alte Postweg von Neuwarmbüchen Richtung Parksee Lohne hat keinen Fahrradweg, das Kopfsteinpflaster sei bei Nässe kaum zu befahren. Zudem sei der Seitenstreifen schmal, matschig und rutschig.

Von Kai Schuntermann

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