Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
"Viel kann nicht mehr kommen“

Isernhagen "Viel kann nicht mehr kommen“

Seit rund einem Jahr leitet Michael Niederhausen das Ordnungsamt der Gemeinde Isernhagen, das auch für die Vorbereitung der Wahlen zuständig ist. Die erste Kommunalwahl ist für ihn eine spannende Angelegenheit.

Voriger Artikel
Am Sonntag wird es eng
Nächster Artikel
Lions sorgen für Glücksmomente

im Moment besteht Isernhagen für Michael Niederhausen vor allem aus einem Wahlbereich und 24 Wahlbezirken.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Sein Klientel hat sich deutlich verändert: "Vorher hatte ich ja meist Kontakt zu Eltern“, sagt Michael Niederhausen, der bis Juli 2015 sieben Jahre lang im Rathaus vorrangig für die Kindertagesstätten zuständig gewesen ist. Als Leiter des Ordnungsamtes – zum Verantwortungsbereich gehören auch das Bürgerbüro, das Standesamt und die Abteilung Soziales – seien es jetzt vor allem Bürgerbeschwerden, mit denen er es zu tun bekomme.

In den vergangenen Wochen beschäftigten ihn neben den umfassenden Regularien zur Wahl ("da musste ich viel nachlesen“) aber vor allem Politikernamen. "Meine erste Wahl, und dann gleich eine Kommunalwahl“, sagt der 38-Jährige. Denn anders als beispielsweise bei Landtagswahlen ist die Gemeinde diesmal selbst für die Wahlzettel zuständig, und das ist nicht ohne: "Allein für die Gemeinderatswahl stehen da bald 100 Kandidaten drauf“ – und dann gibt es ja noch die Wahlzettel für die sieben Ortsräte. Rund 45.000 Wahlzettel für Isernhagen wurden geordert – deutlich mehr, als angesichts der üblichen Wahlbeteiligung nötig sein werden. "Man kann sich also ruhig mal verschreiben, und trotzdem ist für jeden ein Zettel da“, beruhigt der Organisator – wobei bei einem schlichten Kreuzchen das mit dem Verschreiben eher als Spaß gemeint ist.

Spielraum bei der Gestaltung der Wahlzettel hat die Gemeinde nicht, selbst die Reihenfolge ist vorgegeben. "Die SPD hat zuletzt in der Region gewonnen und steht deshalb auf Platz 1.“ Dabei ist der Zeitplan eng getaktet – "und wenn die Wahl schiefgeht, hab ich wohl einen schlechten Stand“, sagt Niederhausen mit einem Lachen. Denn "eigentlich kann da nicht mehr viel kommen“. Die entscheidende Sitzung des Gemeindewahlausschusses ist bereits Geschichte, "nur acht Minuten haben wir getagt und dann alle zugelassen“. Das war allerdings der guten Vorarbeit zu verdanken, denn in den Wochen zuvor hatten bei den Verantwortlichen noch die Köpfe geraucht – waren es nach dem internen Zerwürfnis doch auf einmal zwei Gruppierungen, die als "Bürgerstimme Isernhagen“ zur Wahl zugelassen werden wollten. "Wir haben den Beteiligten ins Gewissen geredet und mit der Wahlleitung bei Region und Land gesprochen, um nicht im Wahlausschuss entscheiden zu müssen. Das war eine spannende, knifflige Geschichte“, sagt Niederhausen – an deren Ende nur die eine Gruppierung zur Wahl antritt.

Das Herrichten der Wahllokale durch den Bauhof am Freitag vor der Wahl hingegen wird wieder Routine sein. Und was ist Niederhausen dann am Wahlsonntag wichtig? "Wie schnell ausgezählt wird, ist egal. Hauptsache, das Ergebnis ist korrekt. Sonst müssen wir halt ein zweites Mal zählen.“

Gemeinde sucht Wahlhelfer

An einem Punkt haben Michael Niederhausen und seine Kollegen noch zu knabbern: "Wir brauchen noch 50 bis 60 Wahlhelfer“. 216 Freiwillige sollten es idealerweise am 11. September werden, worunter sich auch etliche Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung finden. Hinzu kommen rund zwei Dutzend Mitarbeiter, die dienstverpflichtet an den Schaltstellen für die Kommunalwahl sitzen. Im Rathaus melden kann sich jeder mindestens 18-jährige Bürger. Die 24 Wahllokale sollen in zwei Schichten besetzt werden, abends müssen dann alle mit auszählen. Als Aufwandsentschädigung gibt es 30 Euro.

Von Frank Walter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sm6e19282awue1xchg
Wo ist der Hydrant? App weist den Weg

Fotostrecke Isernhagen: Wo ist der Hydrant? App weist den Weg