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Ferienbetreuung soll verbindlicher werden

Isernhagen Ferienbetreuung soll verbindlicher werden

Eine verlässliche Betreuung in den Sommerferien für Kinder im Grundschulalter: 2016 hatte die Jugendpflege dafür zu wenig Anmeldungen, 2017 lassen Rat und Verwaltung das Angebot ausfallen, aber 2018 - so der Wunsch der Politiker - soll es die Betreuung wieder geben. Wenn denn mindestens 20 Kinder pro Woche verbindlich angemeldet werden.

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Wenn sich genügend Kinder finden, soll die Jugendpflege 2018 wieder eine verlässliche Ferienbetreuung auflegen und für jede Menge Spaß sorgen.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Sechs Wochen Schulferien allein im Sommer: Das stellt Eltern Jahr für Jahr vor eine große Herausforderung, wenn es darum geht, ihre Kinder im Grundschulalter in dieser Zeit nicht allein zu Hause zu lassen. Besonders für Eltern, die keinen der begehrten Hortplätze in Isernhagen ergattert haben, die auch eine Ferienbetreuung beinhalten, wird die lange schulfreie Zeit schnell zum Problem.

In Burgwedel gibt es dafür die verlässliche Ferienbetreuung: Das Angebot ist regelmäßig ausgebucht. Auch Isernhagen hatte sich 2016 nach einer Pause wieder dafür entschieden, drei Wochen in den Sommerferien Eltern ein Angebot zu machen: Sie konnten ihre Kinder für ein Feriencamp anmelden, das wöchentlich buchbar war und ganztägig ein Programm für die Kinder bereit hielt.

„Es hat allen Spaß gemacht“, bilanzierte Jugendpfleger Thomas Jüngst im Sozialausschuss. Allein: Viele der Eltern, die zuerst Bedarf an einem Platz angemeldet hatten, zogen ihre Anmeldung kurz vor den Ferien wieder zurück. „Es entstand ein Defizit von 10 000 Euro“, berichtete Bürgermeister Arpad Bogya am Donnerstagabend im Finanzausschuss. Die Gemeinde hatte extra für die drei Wochen zusätzliches Personal eingestellt und ein Programm aufgelegt, aber letztlich viel zu wenig Teilnehmer gehabt.

In diesem Sommer wird es die verlässliche Ferienbetreuung daher nicht geben. Darauf haben sich Rat und Verwaltung mit Blick auf den Haushalt verständigt. „Es gibt aber viele Eltern, die auf so etwas angewiesen sind“, mahnte eine Mutter in der Einwohnerfragestunde des Sozialausschusses. Allerdings müsse die Gemeinde dann auch schon sehr früh im Jahr die Zusage für einen Betreuungsplatz geben, damit Eltern ihren Urlaub entsprechend planen könnten. „Arbeitgeber wollen verbindliche Zusagen und kein: Vielleicht bekommt mein Kind eine Betreuung, vielleicht auch nicht.“

Dementsprechend einigte sich der Sozialausschuss nun darauf, erneut eine Bedarfsabfrage Ende des Jahres vorzunehmen: Sollten sich genügend Interessenten finden, wird die Gemeinde ein Programm für die Sommerferien 2018 auflegen. Schon Anfang des Jahres müssen sich – und das ist neu – die Eltern dann verbindlich für einen Platz anmelden. „Das muss eine Zahlungspflicht beinhalten“, betonte Kämmerer Michael Frerking im Finanzausschuss. Erst wenn 20  Kinder pro Woche verbindlich teilnehmen, wird die Betreuung angeboten. Dieser Empfehlung des Sozialausschusses folgte jetzt der Finanzausschuss.

7500 Euro Zuschussbedarf besteht laut Bogya selbst bei 20 Kindern pro Woche. An der verbindlichen Anmeldung mit Zahlungspflicht gab es keine Kritik. „Das ist bei Hortplätzen ja nicht anders“, erläuterte Hans-Edgar Ojemann (SPD). Da müssten die Eltern auch schon früh im Jahr festlegen, ob sie den Platz auch in den Ferien haben wollen – und diesen dann auch bezahlen.

Von Carina Bahl

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