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Ein Plädoyer für die Energiewende

Altwarmbüchen Ein Plädoyer für die Energiewende

Es ging um nicht weniger als die Zukunft des blauen Planeten, als der renommierte Fernsehjournalist und Publizist Franz Alt auf Einladung des Umweltschutzvereins Isernhagen ein flammendes Plädoyer für eine Energiewende ohne Wenn und Aber hielt.

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Franz Alt macht sich in seinem Vortrag vor 80 Zuhörern stark für eine Energiewende.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Altwarmbüchen. Sein Vortrag „Auf der Sonnenseite“ lockte am Donnerstagabend rund 80 Zuhörer in den Sitzungssaal des Altwarmbüchener Rathauses.Dem altersmäßig bunt gemischten Publikum bot der Autor von insgesamt mehr als 20 Büchern, der Politik und Geschichte, Theologie und Philosophie studiert hat, einen mitreißenden Exkurs darüber, warum diese Wende notwendig sei und warum sie alle zu Gewinnern mache.

Alt spannte in seinem Vortrag den Bogen von der Notwendigkeit einer Energiewende hin zu ihren Chancen. In düsteren Farben zeichnete er zunächst die Probleme der Gegenwart. Durch den Klimawandel und seine Folgen würden 150 Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht, 50 000 Hektar Wüste entstünden und 86 Millionen Tonnen fruchtbaren Bodens gingen verloren, so Alt – und zwar jeden Tag.

Werde die Klimaerwärmung nicht gestoppt, werde dies in den nächsten Jahrzehnten allein in Afrika zu einem Heer von Klimaflüchtlingen führen. Den erwarteten Menschenstrom gen Europa, sollte der Meeresspiegel weiter ansteigen und vor allem afrikanische und asiatische Regionen überfluten, bezifferte Alt erstaunlich konkret auf 18 Millionen Individuen.

Weg von fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle und Gas, das ist seit Jahrzehnten das Credo des Mannes, der nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 aus der CDU austrat und seitdem entschieden für erneuerbare Energien eintritt. Denn: "Sonne und Wind sind Geschenke der Natur, sie sind umweltfreundlich und nachhaltig." Die Sonne scheine, ohne eine Rechnung zu schicken, überall – auch in Isernhagen. Das wollte der 78-Jährige nicht als Floskel verstanden wissen, sondern durchaus als Aufforderung. Als Optimist und Visionär mahnte und warnte er nicht nur, sondern leistete Überzeugungsarbeit für Energiesparen, Effizienzsteigerung und die stärkere Nutzung der Kraft von Sonne, Wind und Wasser. Auch Biomasse müsse in einen "intelligenten" Mix von Energieformen einen Anteil an der Erzeugung erneuerbarer Energie haben.

Fazit von Alts Vortrages: "Die Menschen sind dabei aus der Erde ein Treibhaus zu machen. Aber noch haben wir die Chance, das Schlimmste zu verhindern." Statt Kriege für Öl zu führen, solle zum wirtschaftlichen Vorteil wie zum Schutz für unseren Planeten in Zukunftstechnologien gegen den Klimawandel investiert werden. "Unseren Kindern und Enkeln hinterlassen wir dann einen schönen Planeten, auf dem es lebenswert ist", sagte er zum Schluss.

Von Katerina jarolim-vormeier

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