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Jugend soll über Kirchhorsts Zukunft mitreden

Isernhagen Jugend soll über Kirchhorsts Zukunft mitreden

Bei der Kirchhorster Dorfentwicklungsplanung geht es um die nähere und fernere Zukunft: Bei einer Ortsbegehung am Sonnabend kamen große Wünsche wie ein neues Zentrum auf den Tisch, aber auch aktuelle Probleme wie das von Elterntaxis verursachte tägliche Chaos an der Grundschule.

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Ortstermin Außengelände der Grundschule.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Kirchhorst. Das Procedere des Dorfentwicklungsplans für Kirchhorst schreitet zügig voran: Ende November werden interessierte Einwohner in fünf Arbeitskreisen zu Demographie, Infrastruktur, Siedlungsentwicklung, soziales und kulturelles Leben sowie Ökologie die Zukunft in den Blick nehmen. Vorab nahmen am Sonnabend 35 Kirchhorster bei einem Rundgang ihr Dorf erst einmal unter die Lupe, um Ideen zu sammeln.

Zu dieser zweiten Etappe nach der Auftaktveranstaltung vor drei Wochen hatten Gemeinde, Ortsrat und das Planungsbüro planHc aus Hannover eingeladen. Vom Kreisel aus ging es per Fahrrad, zu Fuß oder im Planwagen zu vier Stationen. Gemeinsam mit den Planern Ivar Henckel und Wolfgang Kleine-Limberg schauten sich junge und ältere Kirchhorster, darunter eine Familie mit Kinderwagen, markante Stellen im Ort an und schmiedeten Pläne für Kirchhorst.

Leise Konzerte am See

Und sie nahmen auch Mängel zu Protokoll – wie den desolaten Belag der Straße Großhorst. Der Fußweg ist so zugewuchert, dass er als Fußweg kaum noch erkennbar ist. Überall stehen Lastwagen herum. Einig war man sich beim Ortstermin, dass das Kopfsteinpflaster der historischen Straße erhalten bleiben sollte. Am Kirchhorster See wurde vorgeschlagen, das Umfeld einladender zu gestalten.

„Entree, Fahrradständer, Parkplatz und Zuwegung sind in Planung“, sagte Ortsbürgermeister Herbert Löffler. Unklarheit herrsche aber noch, was auf dem Areal des früheren Autokinos, entstehen soll. „Vorgesehen ist die Fläche für ein Hotel oder eine Sport- und Freizeiteinrichtung. Aber was da hinkommt, ist völlig offen“, erklärte André Hillebrand vom Planungsamt der Gemeinde . Er ist Projektleiter des Dorfentwicklungsplans.

Der See hätte jede Menge Potenzial: Konzerte, die Anlieger nicht stören, unter dem Motto „Leise Töne am See“ wurden vorgeschlagen. Gewünscht wurden ein Kiosk und ein Abenteuerspielplatz. Und: „Wenn Events, dann müssen auch die Jugendlichen mit ins Boot geholt werden“, forderte eine Teilnehmerin.Der Wunsch, Jugendliche grundsätzlich in die Planungen einzubeziehen, wurde während des Rundgangs immer wieder laut.

Jugendliche bei Planung einbeziehen

Als intakt empfinden die Kirchhorster das Areal rund um die St. Nikolai-Kirche, eine weitere Station des Rundgangs: Gemeindehaus, Grundschule, Turnhalle, Kindergarten, Hort und Begegnungsstätte sowie Räume für die Jugendpflege bildeten ein sinnvolles Ensemble. Allerdings: „Heftige Gelage und der Konsum von leichten Drogen auf dem Schulhof bereiten Probleme“, sagte Pastor Jens Seliger. „Da rufe ich auch schon mal die Polizei.“ Allerdings hätten die Jugendlichen keinen anderen Platz in Kirchhorst. Seliger plädierte dafür, klare Spielregeln mit den Jugendlichen aufzustellen.

Ein ernstes Problem sind offenbar auch in Kirchhorst die berüchtigten Elterntaxis. „Jeden Morgen herrscht hier das Chaos“, beklagte Pastor Seliger. Damit sich das entzerrt, wurde vorgeschlagen, dass Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, in Zukunft nur noch den Parkplatz am neuen Friedhof benutzen sollen. Eine Ampel solle dafür sorgen, dass die Kinder dann von dort aus sicher über die Steller Straße zur Schule kommen.

Löffler: Es passiert was

Eine neue Ortsmitte mit Dorfplatz, Gastronomie, vielleicht einem Biergarten und einer Örtlichkeit für Kulturveranstaltungen – das präferierten die Teilnehmer für das Areal südlich der Steller Straße gegenüber des Edeka-Marktes und neben dem Feuerwehrgerätehaus: Dass den Kirchhorstern eine solche „neue Dorfmitte“ eine Herzensanliegen ist – auch das wurde am Sonnabend bei der Ortsbegehung deutlich. Ortsbürgermeister Herbert Löffler zog am Ende diese Bilanz: „Die Teilnehmer sind sehr engagiert, sie fassen Mut und merken es passiert was.“ Ein positives Resümee zog auch Planer Ivar Henckel. Die Leute hätten angesprochen, was sie bewege. Das sei ein wichtiger Baustein für die weitere Arbeit in den Arbeitskreisen.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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