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Wo liegt die Zukunft des Jugendtreffs?

Isernhagen Wo liegt die Zukunft des Jugendtreffs?

3014 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18  Jahren leben aktuell in der Gemeinde. Und für diese gibt es ein vielseitiges Angebot, wie Jugendpfleger Thomas Jüngst jetzt den Politiker im Jugendausschuss vorstellte.

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Wo der Jugendtreff Altwarmbüchen künftig untergebracht werden soll, darüber diskutiert der Schulausschuss am Dienstagabend im Rathaus.

Quelle: Archiv

Isernhagen. Neben den Oster-, Sommer- und Herbstferienprogrammen organisiert die Jugendpflege Ausflüge, Freizeiten und Sportangebote, hält Arbeitsgemeinschaften in den Schulen vor, organisiert Feiern wie die „Underage Party“ im Isernhagenhof und betreibt fünf Jugendtreffs. „Hinzu kommen die Ausbildung zum Jugendleiter, das Kindertheater und die Integrationsarbeit“, zählte Jüngst auf.

Die Jugendtreffs öffnen je nach Größe der Ortschaft und Programm an drei bis sechs Tagen die Woche. Der Treff in Altwarmbüchen ist im Winter sechs Tage geöffnet, im Sommer nur fünf – „den sechsten Tag verwenden wir dann für die aufsuchende Jugendarbeit“, erklärte der Jugendpfleger. Das heißt: Die Mitarbeiter gehen auf die Bolzplätze, ins Zentrum und an die Bushaltestellen und suchen den Kontakt zu den Jugendlichen. Mit Blick auf das vergangene Jahr konnte Jüngst so eine positive Bilanz ziehen: 12 855 Kontakte zu Kindern und Jugendlichen hätten seine Mitarbeiter gehabt, die mit 9,5 Stellen ausgestattet sind. „Allerdings haben wir mehr Mitarbeiter, weil die meisten halbtags beschäftigt sind“, so Jüngst.

Wie groß der Bedarf an den Angeboten ist, konnte er am aktuellen Osterferienprogramm verdeutlichen: 130 Plätze bei elf Aktionen stehen zur Verfügung – 280 Bewerbungen liegen vor. Im Bereich Integration kann das Team ebenfalls einen Erfolg nachweisen: „Nahezu alle Flüchtlinge im Grundschulbereich sind an den Jugendtreffs angedockt.“

Dass es in Zeiten langer Schultage immer schwieriger werde, die Jugendlichen in die Treffs zu bekommen und den Kontakt zu halten, weiß auch Jüngst. Dementsprechend wichtig werde für das Team der Jugendpflege die Entscheidung der Politik, an welchem Standort künftig der Jugendtreff Altwarmbüchen sein Domizil beziehe. Im Rahmen der Debatte um den Campus, die der Schulausschuss am Dienstagabend öffentlich führen wird, soll auch eine Empfehlung dazu abgegeben werden. Entweder wird für 600 000 Euro der Jugendtreff baulich auf dem Campus verwirklicht, oder aber er bleibt neben der Grundschule Altwarmbüchen an der Bernhard-Rehkopf-Straße.

„Es gibt für beides Vor- und Nachteile“, betonte Jüngst: Die zentrale Lage an der Grundschule bringe viel Laufkundschaft, zudem seien die Räume sehr großzügig geschnitten. „Allerdings sind die Räume unübersichtlich, und die Lärmbelastung für die Anwohner ist auch da.“ Wünschenswert für die Jugendpflege wäre auch ein zentrales Büro – bisher splittet sich das Team auf die Jugendtreffs und das Rathaus auf.

Auf dem Campus würde ein Domizil gebaut, das für die Ansprüche eines Jugendtreffs ausgelegt ist. „Wir wären dann auch ganz nah an den Jugendlichen dran. Sie könnten nach der Schule entspannt bei uns vorbeischauen“, erklärte Jüngst. Weitere Kooperationen, die sich die Schulen wünschen, wären problemlos realisierbar. Andererseits fehle ab nachmittags in der Ortsrandlage die Verkehrsanbindung mit dem Bus. „Und wir müssten uns sehr anstrengen, ein eigenes Profil auf dem Campus zu bekommen“, sagte er. Es sei sehr hinderlich für ein ungezwungenes Miteinander und vertrauensvolle Jugendarbeit, wenn die Besucher den Jugendtreff als Institution der Schulen einordnen würden.

Die öffentliche Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses beginnt am Dienstag, 21. März, um 18 Uhr im Rathaus in Altwarmbüchen. Neben der baulichen Umsetzung des Campus’ Isernhagen inklusive der erforderlichen Kosten und der Entscheidung über den Standort des Jugendtreffs werden sich die Politiker auch mit dem Prüfauftrag zum Isernhagenhof auseinandersetzen. Die CDU hatte die Prüfung beantragt, ob sich ein Investor finde, der die Kulturscheune übernehme – um die hohen Unterhaltungskosten künftig zu sparen. Bürger können zu Beginn der Sitzung Fragen ans Plenum richten.

Von Carina Bahl

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