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Jugendtreff hat auch sonntags auf

Altwarmbüchen Jugendtreff hat auch sonntags auf

Sonntags hat alles zu, und gerade im Winter ist auch ein Treffpunkt draußen meist keine Alternative. Deshalb öffnet der Jugendtreff Altwarmbüchen als einzige Einrichtung sonntags seine Türen für junge Besucher - und das mit Erfolg.

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Pascal (von links), Lanny und Magdalena wissen den Jugendtreff vor allem sonntags zu schätzen.

Quelle: Jens Niggemeyer

Isernhagen. Zwei Jugendliche spielen Billard, drei weitere sitzen auf dem Sofa und quatschen, ein anderer daddelt an der Playstation - und draußen auf dem Hof wendet Roger Prylowski gerade Bratwürstchen auf dem Rost. Der Leiter des Jugendtreffs Neue Ziegelei in Altwarmbüchen hat anlässlich der letzten sonntäglichen offenen Tür des Jahres zum Abgrillen geladen. Das Angebot wird dankbar angenommen. „Wie eigentlich alles hier. Wir können über mangelnde Resonanz wirklich nicht klagen“, sagt Prylowski stolz.

Der Chef bruzzelt persönlich, alle anderen dürfen essen. Die Altwarmbüchener Einrichtung ist der einzige der fünf Jugendtreffs in der Gemeinde, der auch sonntags geöffnet hat. „Zum einen, weil der Standort relativ zentral liegt, zum anderen, weil es hier die dickste Personaldecke gibt“, erläutert Jugendpfleger Thomas Jüngst.

Die Angebotspalette in der Zeit zwischen Herbst- und Osterferien ist üppig: Der Treff hat an sechs Tagen von 15 bis 20 Uhr (sonntags bis 19 Uhr) geöffnet, nur am Sonnabend bleiben die Tore geschlossen. An vier Tagen gibt es die offene Tür, dazu kommen eine Integrations-, eine Mädchen- und eine Kindergruppe. Beim Projekt Mindstorm dreht sich alles um Lego-Technik und Programmieren.

„Im Schnitt kommen zwischen 13 und 15 Jugendliche“, berichtet Prylowski. „Es können aber auch schon mal 25 bis 30 sein.“ Die Hauptzielgruppe seien die Jugendlichen von der fünften bis zur elften Klasse. Das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen liege bei fifty-fifty.

„Wichtig ist, dass die Jugendlichen hier ihren eigenen Raum haben, in dem es keine Erwachsenen gibt, die ihnen reinpfuschen“, sagt Jüngst. „Und es gibt genug Platz, um sich auch mal aus dem Weg zu gehen und seine Ruhe zu haben.“ Wer keine Ruhe sucht, kann schmieden, Kekse backen, kochen, Billard spielen, krökeln, sich an die Playstation setzen und noch vieles mehr. Das bestätigt auch der 14-jährige Pascal, der zu den Stammgästen zählt: „Kochen macht echt Spaß. Ansonsten hängen wir ab und quatschen.“

Vor allem das Wochenendangebot freut ihn: „Sonntag ist ja so ein Tag, an dem man sonst nichts machen kann.“ Auch die gleichaltrige Magdalena kommt regelmäßig in die Neue Ziegelei: „Ich habe hier Freunde, man kann super entspannen und chillen.“ Und im Gegensatz zu daheim bietet der Jugendtreff noch einen Vorzug: „Ich kann hier so laut Musik hören, wie ich will.“

Streit gibt es auch mal, aber selten. „Wichtig ist, niemandem die Alleinschuld zu geben“, erläutert Prylowski sein Vermittlungsrezept. Ansonsten sei es wichtig, stets ein offenes Ohr zu haben. „Dann gibt es keine Probleme.“

Und Langeweile? „Als Betreuer bist du auch immer irgendwie Animateur“, sagt Prylowski. Anregungen werden gern aufgegriffen. „Und natürlich steuern die Kids auch Ideen bei.“ Demnächst sollen einige Wände mithilfe eines Sprayers aufgehübscht werden. „Und da sollen die Jugendlichen mitgestalten.“ Auch Nachtsportangebote seien geplant.

Von Jens Niggemeyer

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