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K113: Ortsrat will nur Sanierung

Isernhagen F.B./K.B. K113: Ortsrat will nur Sanierung

Alles zurück auf Null? Der Ortsrat F.B. nimmt in einem Prüfauftrag an die Verwaltung Abstand von den aktuellen Plänen für die Kreisstraße 113 durch F.B. und K.B. Statt eines Komplettausbaus wollen die Politiker eine weniger aufwändige Sanierung erreichen.

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Geht es nach dem Ortsrat, dann soll die Hauptstraße in Isernhagen F.B. nur saniert und nicht neu ausgebaut werden.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen F.B./K.B.. 1,3 Millionen Euro will die Region Hannover investieren, um die sanierungsbedürftige K113 in Isernhagen F.B. und K.B. samt Entwässerungskanal und Seitenbereichen herzurichten. 14 Monate Bauzeit sind für den 2,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Autobahnbrücke und Heinrich-Köneke-Straße veranschlagt. Längst hätten die Bagger anrücken sollen, doch viele Einwände und Diskussionen verzögerten das Projekt immer weiter – aktuell gilt ein Baubeginn Ende 2017 als möglich. Ein Regionssprecher hatte zuletzt davon geredet, dass innerhalb der Frist zur Bürgerbeteiligung keine gravierende Einwände eingegangen seien, die die Planung weiter verzögern oder eine Änderung nötig machen würden.

Von den Bürgern vielleicht nicht, aber jetzt drängt der Ortsrat Isernhagen F.B. überraschend auf Änderungen – und zwar grundlegende: Gemeinde und Region sollen prüfen, ob sich die Arbeiten an der K113 nicht auf die Reparatur der Fahrbahndecke reduzieren lassen – also ohne den Fuß- und Radweg und den Parkstreifen auf der Südseite einzubeziehen. Darauf hat sich der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verständigt.

Auslöser dafür sind die Ende August bekannt gewordenen Sanierungspläne für den weiteren Verlauf der K113 durch K.B. und N.B. Dort will die Region deutlich weniger Aufwand betreiben, lediglich vier Monate Bauzeit hat sie veranschlagt. "Warum ist die Situation bei uns anders? Warum soll in F.B. so ein Aufwand betrieben werden?", drückt Ortsbürgermeister Thomas Hahn seine Verwunderung aus. Man habe die Pläne für K.B./N.B. nicht gekannt, "das weckt jetzt  Begehrlichkeiten". Die "kleine Lösung" habe aus F.B.er Sicht deutliche Vorteile: "Die Parkbuchten mit Hochborden wollten wir eh nie. Wir wollen dafür keine Bäume opfern", macht Hahn deutlich, dass man am geschotterten "Sommerweg" festhalten wolle. Der sich südlich anschließende Seitenstreifen – Fußweg, Radfahrer frei – sei "zwar schmal, aber das geht doch woanders auch". Die Frage sei, was in puncto Entwässerung passieren müsse. Die Fehleinleitungen von privaten Grundstücken in den Kanal für die Straßenentwässerung müssten sicherlich behoben werden.

Für die Region kommt der Vorstoß des Ortsrats zwar überraschend, "aber wir sind da ganz offen", sagt Regionssprecher Klaus Abelmann auf Nachfrage. Im August habe man mit dem Bürgermeister über die K113 gesprochen, für Ende September sei ein Gespräch mit den Ratsfraktionen geplant. "Dort wollen wir dann hören, was gewünscht wird."

Verkehrssicherheit auf der K113

Der Ortsrat Isernhagen F.B. hat sich auch mit der Verkehrssituation auf der Hauptstraße/K113 beschäftigt. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob sich in Höhe des Isernhagenhofs, wo viele Kinder zur Musikschule gehen, Tempo 30 anordnen lässt. Schulkinder im Blick haben die Politiker bei ihrer Forderung nach einer Bedarfsampel an der Bushaltestelle Tilkentrift. Außerdem wünscht sich der Ortsrat für die Hauptstraße einen stationären Blitzer, zumindest aber eine Tempoanzeige, um Autofahrer einzubremsen. Ziemlich fraglich sind die Erfolgsaussichten für Maßnahmen, die sich die Politiker vorstellen können, um den Durchgangsverkehr zu verringern: Eine Entlastungsstrecke parallel zur Autobahn von F.B. zur Anschlussstelle Altwarmbüchen wird da genannt – oder gleich eine Autobahnauffahrt für F.B.

Von Frank Walter

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